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Mittwoch, September 28, 2022

Rewe will Promärkte verkaufen

Rewe versuchte, seine defizitäre Tochter Promarkt über ein Joint Venture an Expert abzugeben. Die Verhandlungen sind gescheitert. Jetzt kommt es zum Einzelverkauf der Filialen.

Rewe will Promärkte verkaufen
Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, habe Rewe versucht, die Promärkte über ein Joint-Venture mit Expert an die Verbundgruppe abzugeben. Doch den Plan, die Flächenmärkte so endlich abstoßen zu können, sei dem Rewe-Management zu langwierig gewesen. Bereits im Jahr 2011 war ein Komplettverkauf des Retailers gescheitert. Zu diesem Zeitpunkt betrieb die Gruppe in Deutschland noch 70 Filialen. Doch das Unternehmen geriet zunehmend durch rückläufige Umsätze und Gewinne unter Druck. Zuletzt sollte die neue Marketing-Kampagne „Kauf das Richtige“ den Flächenmärkten wieder Auftrieb verleihen. Doch diese Kampagne schien ohne große Wirkung verpufft zu sein. Im September 2012 gab die Gruppe dann ihre Filialen in Jena-Burgau und Wolfen-Bobbau an die Verbundgruppe Electronic Partner ab. Gleichzeitig wurde die Filiale in Salzgitter mit 1.900 Quadratmetern eingestellt. Im November vergangenen Jahres wurde schließlich die Filiale im Chemnitzer ACC geschlossen (ChannelObserver berichtete).

Rewe-Chef Alain Caparros dringe jetzt auf eine schnelle Trennung von Promarkt, so die Lebensmittel Zeitung. Vor kurzem soll sogar ein Verkaufsprospekt verschickt worden sein. Die neue Strategie sehe einen Einzelverkauf an verschiedene Interessenten vor. Und Rewe muss sich mit dem Verkauf beeilen: Branchenkreisen zufolge sei allein für das Jahr 2011 von einem Verlust von rund 40 Millionen Euro auszugehen. Damit sei Promarkt der zweitgrößte Verlustbringer im Kölner Konzern nach der Discounttochter Penny.

Der Schritt kommt nicht überraschend: Branchenexperten erwarten bereits seit einiger Zeit eine Marktbereinigung unter den Retailern: „Unter den Retailern wird es einen Ausleseprozess geben. Das bedeutet nicht, dass die betroffenen Firmen gleich Insolvenz anmelden müssen. Es kann auch Fusionen geben“, betonte beispielsweise Michael Dressen, Geschäftsführer von Tech Data, im Interview mit ChannelObserver. 

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