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Samstag, Januar 10, 2026

Otto Group will mit Hilfe von Nvidia Logistik beschleunigen

Die Hamburger Handelsgruppe arbeitet an einem Computersystem, das Roboter durch Warenhäuser steuern soll. Zuerst ist ein Test in einem Logistikzentrum in Nordrhein-Westfalen geplant.

Die Handelsgruppe Otto Group arbeitet mit dem US-Chipriesen Nvidia zusammen. Nvidia werde die Otto Group dabei unterstützen, Logistikabläufe zu beschleunigen, teilte das deutsche Unternehmen mit. Diese Woche hatte schon der Industriekonzern Siemens eine engere Zusammenarbeit mit Nvidia angekündigt.

Der Konzern aus Hamburg arbeitet demnach an einem Computersystem, das Logistikroboter trainiert, miteinander verbindet und steuert. Auch etwa Sortieranlagen sollen eingebunden werden.

Mit dem System «Robotic Coordination Layer» wolle die Otto Group Kosten senken, sagte der für Logistik zuständige Vorstand, Kay Schiebur. Ihm zufolge wird als Folge des Vorhabens kein Arbeitsplatz wegfallen. Die Otto Group unterhält den Angaben nach rund 120 Logistikstandorte.

Nvidia stellt Software und Hardware bereit

Nvidia aus dem kalifornischen Santa Clara stellt der Otto Group unter anderem Software für physikbasierte Simulationen bereit sowie Grafikprozessoren seiner Blackwell-Reihe, um diese Simulationen auszuführen. Was die Otto Group dafür an Nvidia zahlt, wurde von den Firmen nicht mitgeteilt.

Die bei Nvidia zuständige Vizepräsidentin für den Einzelhandel, Azita Martin, sagte anlässlich der Ankündigung, Nvidia arbeite auch mit anderen Händlern – etwa Amazon – zusammen. Die Otto Group sei aber der erste europäische Einzelhändler, mit dem kooperiert werde.

System soll zuerst in Nordrhein-Westfalen getestet werden

Das System soll zunächst in einem Logistikzentrum von Hermes Fulfilment – das Unternehmen gehört zum Otto-Konzern – getestet werden. Das Logistikzentrum befindet sich im Nordosten Nordrhein-Westfalens in der Stadt Löhne. Von dem Zentrum habe der Dienstleister Reply einen digitalen Zwilling erstellt, also ein virtuelles Abbild.

Die Otto Group investiere einen zweistelligen Millionen-Betrag in die erste Entwicklungsphase, teilte das Unternehmen mit. Schiebur sagte, die Einführung des Systems in Löhne werde schätzungsweise sechs bis neun Monate dauern. Danach sollen weitere Standorte folgen. Langfristige Vision sei, das Lagersystem der Otto Group vollständig zu digitalisieren. (dpa)

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