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Donnerstag, Dezember 1, 2022
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HDE: Trump-Sieg bremst Jahresendgeschäft nicht

Der Wahlsieg von Donald Trump wird nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die Kauflust der Bundesbürger vor Weihnachten nicht dämpfen.

HDE: Keine gedämpfte Kauflust der Bundesbürger
Der Wahlsieg von Donald Trump wird nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die Kauflust der Bundesbürger vor Weihnachten nicht dämpfen. Die Deutschen würden sich die Festtagsstimmung nicht verderben lassen, zeigte sich HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Donnerstag überzeugt. Erst vor wenigen Tagen hatte der Handelsverband angesichts der guten Konsumstimmung in Deutschland ein «Rekordweihnachtsgeschäft» prognostiziert. Erstmals soll im Weihnachtsgeschäft die 90-Milliarden-Euro-Marke geknackt werden. Doch auch wenn die Schockwellen der US-Präsidentenwahl den Einzelhandel in Deutschland bisher nicht erreicht haben, steht die Branche vor massiven Umbrüchen, wie die Studie «Trends im Handel 2025» signalisiert, die vom HDE, dem Handelsforschungsinstitut EHI und der Unternehmensberatung KPMG am Donnerstag in Düsseldorf präsentiert wurde.

Die Kunden erwarten demnach bei ihren Einkäufen zunehmend eine nahtlose Verschmelzung von stationärem Handel und Online-Angebote. So möchten 72 Prozent der Verbraucher vor dem Einkaufen die Warenbestände im Laden online prüfen können. «Am Ende des aktuellen Umbruchs im Einzelhandel werden die Handelsunternehmen erfolgreich sein, die Online und Offline am besten miteinander verzahnen», sagte Genth. Heute entfallen bereits rund zehn Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes von 472 Milliarden Euro jährlich auf den Online-Handel. Auch in Zukunft werde er weiter an Bedeutung gewinnen, sagte Genth. Allerdings werde sich das bislang meist zweistellige Wachstum in Zukunft abschwächen.

Ein Sterben des stationären Handels erwarten die Experten dennoch nicht. Schließlich betonten drei Viertel der befragten Kunden in der Umfrage, für sie sei es auch in Zukunft wichtig, direkt im Laden einkaufen zu können. Nur gut jeder Zwanzigste fand klassische Läden eigentlich schon heute überflüssig. (dpa)

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