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Dienstag, Juni 28, 2022

Einzelhandelsflächen erstmals rückläufig

Die Flächen des Einzelhandels waren im vergangenen Jahr erstmals rückläufig. Der wachsende E-Commerce könne die Entwicklung beschleunigen, so der Handelsverband Deutschland.

Einkaufszone: Erstmals rückläufige Fläche
Die aktuellen Zahlen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) für das vergangene Jahr zeigen zum ersten Mal einen Rückgang bei der Fläche des Einzelhandels. Eine Trendwende ist das aber nicht. Bereinigt um den „Schlecker-Effekt“ seien die Flächen auch im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Das bestätige den langjährigen Trend. Denn diese Entwicklung sei zu großen Teilen auf die Schließung der Schlecker-Filialen zurückzuführen. Rechne man diesen Effekt heraus, sei die Einzelhandelsfläche auch 2012 weiter gestiegen. Der HDE sieht aber in Zukunft auch Grenzen für das Flächenwachstum. Vor allem die demographische Entwicklung sowie der wachsende E-Commerce könnten bremsende Faktoren für die Zukunft sein.

Etwas pessimistischer ist der Einzelhandelsverband Nord in seiner Einschätzung: Der Umsatz des Online-Handels habe in Schleswig-Holstein erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro erreicht. Dem stünden zwar 14 Millionen Euro im stationären Handel gegenüber. „Doch der Wettbewerb nimmt an Intensität zu“, betont Monika Dürrer, Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbands. Die Lage für die Zentren der Mittelstädte würde zunehmend ernst. Leerstände drohten zuzunehmen. „Die derzeitige Entwicklung bedroht Jobs in den Geschäften“, so Dürrer.

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