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Samstag, Juni 25, 2022

Telekom darf Vectoring im Nahbereich einsetzen

Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Telekom den umstrittenen Einsatz der Vectoring-Technik im sogenannten Nahbereich erlauben.

Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Telekom den umstrittenen Einsatz der Vectoring-Technik im sogenannten Nahbereich erlauben. Laut einem Entscheidungsentwurf soll es dem ehemaligen Staatsmonopolisten damit möglich werden, Wettbewerber unter bestimmten Bedingungen vom Zugang zur sogenannten letzten Meile der Anschlussleitung auszuschließen, wie die Regulierungsbehörde am Montag in Bonn mitteilte. Konkret handelt es sich um den Nahbereich im Umfeld von Hauptverteilern, in dem die Telekom ihr Netz mit der schnelleren Vectoring-Technik aufrüsten will. In einem Konsultationsverfahren können sich Betroffene noch zu dem Entwurf äußern. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, bezeichnete den Entwurf angesichts der Kritik von Wettbewerbern als «fairen Kompromiss». «Inhaltlich geht es uns darum, dass der Breitbandausbau vorangetrieben wird», sagte er laut Mitteilung. Auch künftig solle zudem ein chancengleicher Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher sichergestellt bleiben. Alle Unternehmen sollten faire und verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Investitionen vorfinden. Das Vorhaben der Telekom hatte für heftige Kritik von Konkurrenten gesorgt.

Wettbewerber der Telekom können auch künftig weiter Zugang zur «letzten Meile» im Nahbereich erhalten, wenn sie sich dort bisher stärker als die Telekom bei der Erschließung von Schaltkästen mit DSL engagiert haben. (dpa)

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