SAP-KI-Chef: KI-Gütesiegel grundsätzlich sinnvoll

Europas größter Softwarehersteller SAP befürwortet die Einführung eines Gütesiegels für Künstliche Intelligenz (KI).

Europas größter Softwarehersteller SAP befürwortet die Einführung eines Gütesiegels für Künstliche Intelligenz (KI). «Ich halte das für grundsätzlich sinnvoll», sagte der KI-Chef des Dax-Konzerns, Philipp Herzig, dem Wirtschaftsmagazin «Capital» (Freitag). Die Walldorfer hatten erst im Januar einen großangelegten Umbau des Unternehmens und eine Investition in Milliardenhöhe angekündigt, um die Geschäfte mit KI voranzutreiben.

Die Idee für ein KI-Gütesiegel geht auf die Digitalstrategie der Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP zurück. Das Prädikat «AI Made in Germany» soll dem Papier zufolge zu einem weltweit anerkannten Gütesiegel aufgebaut werden, das deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb Vorteile verschafft. Im November hatte Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) erste Details genannt: Ein Konsortium soll demnach einheitliche KI-Qualitätsstandards entwickeln, auf denen das freiwillige Gütesiegel nach deutschen und europäischen Werten basieren soll.

Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) oder englisch Artificial Intelligence (AI) hatte sich im vorvergangenen Jahr an der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT entzündet. Seither möchten alle Softwarekonzerne ein Stück vom erhofft großen Kuchen abhaben. «Wir gehen von einem massiven Wachstum in diesem Bereich aus», sagte Herzig. Ihm zufolge nutzen bislang etwa 24 000 der mehr als 400 000 Kundinnen und Kunden regelmäßig KI über alle SAP-Anwendungen hinweg.

Künstliche Intelligenz bezeichnet meist Anwendungen auf Grundlage maschinellen Lernens, bei denen eine Software große Datenmengen nach Übereinstimmungen durchforstet und daraus Schlussfolgerungen zieht. Sie werden bereits aktuell in vielen Bereichen eingesetzt. Aufnahmen von Computertomografen können dadurch zum Beispiel schneller und mit höherer Genauigkeit ausgewertet werden. Chatbots oder automatische Playlists von Streaming-Diensten arbeiten ebenfalls mit KI. (dpa)

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