-3.2 C
Flensburg
Dienstag, Januar 20, 2026

Meta und Qualcomm vereinbaren Langzeit-Kooperation für VR-Brillen

Der Facebook-Konzern Meta setzt für seine künftigen Computer-Brillen zur Anzeige virtueller Realität auf eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Chipkonzern Qualcomm.

Der Facebook-Konzern Meta setzt für seine künftigen Computer-Brillen zur Anzeige virtueller Realität auf eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Chipkonzern Qualcomm. Die Unternehmen vereinbarten eine mehrjährige strategische Kooperation, wie Qualcomm-Chef Cristiano Amon am Freitag bei einem Auftritt auf der Technik-Messe IFA in Berlin bekanntgab. Dazu gehöre eine engere technische Zusammenarbeit der Entwicklungs- und Produktteams. Qualcomms Technologie steckt bereits unter anderem in Metas aktueller VR-Brille Quest 2.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gab das ambitionierte Ziel aus, sein Unternehmen auf virtuelle Welten – das «Metaverse» – auszurichten und so die nächste große Computer-Plattform zu etablieren. Um den Wandel zu zementieren, ließ er den Konzernnamen von Facebook zu Meta ändern.

Der Plan ist ein kostspieliges Unterfangen: Der zuständige Bereich Reality Labs schrieb allein im ersten Halbjahr dieses Jahres einen operativen Verlust von 5,77 Milliarden Dollar. Unterdessen hat Meta weniger Spielraum zum Geldausgeben als früher. Denn das Werbegeschäft des Konzerns geriet angesichts von Konjunktursorgen, der Konkurrenz durch die Video-App Tiktok und Apples Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone unter Druck.

Qualcomm ist besonders stark bei Modem-Chips, mit deren Hilfe sich Smartphones mit dem Mobilfunk-Netz verbinden – und liefert auch die Hauptprozessoren für eine Vielzahl von Telefonen mit dem Google-Betriebssystem Android. Firmen-Chef Amon will zudem verstärkt ins Geschäft mit der Autobranche kommen. Neben VR-Brillen will Qualcomm auch Chips für künftige Brillen mit sogenannter erweiterter Realität (Augmented Reality, AR) liefern, bei denen für den Nutzer digitale Inhalte direkt in die reale Umgebung eingeblendet werden. An solchen Geräten arbeiten unter anderem Apple, Google und Meta. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Apple greift Adobe und Co mit Abo für Kreativ-Apps an

Apples Geräte werden breit in der Kreativ-Industrie genutzt. Jetzt will der Konzern die starke Position in ein größeres Software-Geschäft ummünzen - mit einem Kampfpreis.

Apple-KI-Deal bringt Alphabet über 4 Billionen USD Börsenwert

Die Aussicht auf einen KI-Deal mit Apple hat die Aktien des Internetkonzerns Alphabet am Montag auf ein weiteres Rekordhoch und erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar gehievt.

Meta streicht Jobs in verlustbringender VR-Sparte

Der Fokus auf die digitale Welt Metaverse führte einst zur Umbenennung des Facebook-Konzerns. Nun setzt Meta nach hohen Milliardenverlusten den Rotstift bei der Sparte an.