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Mittwoch, Dezember 7, 2022
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GfK: Das sind die Trends für das Jahresendgeschäft

Tablets legten in im ersten Halbjahr um 110 Prozent zu. Sieben-Zoll-Tablets sind massiv im Kommen. Die GfK prognostiziert, welche Produkte das Jahresendgeschäft dominieren werden.

GfK: Das sind die Trends für das Jahresendgeschäft
Die weltweite (ohne Nordamerika) Nachfrage nach Computern verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 ein solides Plus von18 Prozent. Dies gilt jedoch nur, wenn auch Tablets zum Computermarkt gezählt werden, so das Ergebnis des Marktforschungsinstituts GfK zum IT-Markt anlässlich der IFA 2013. Betrachtet man das klassische Segment der Computer, zeige sich eine deutlich ambivalente Entwicklung. Die Nachfrage nach mobilen Rechnern sei im ersten Halbjahr im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9 Prozent, die nach Desktops sogar um 21 Prozent zurückgegangen. Die positive Gesamtentwicklung basiere somit auf dem signifikanten Nachfrageplus von 126 Prozent für Tablets. Der Computer-Markt befinde sich derzeit in einer Umbruchphase, die es in dieser Dimension in den letzten 20 Jahren nicht gegeben habe, so die GfK. Die Marktforscher gehen von einem Nachfrageplus für das Gesamtjahr weltweit von 15 bis 20 Prozent aus.

In den einzelnen Regionen entwickeln sich die Verkaufszahlen von Computern und Tablets unterschiedlich. Während die Regionen Lateinamerika und Asien und Pazifik im ersten Halbjahr lediglich um 7 Prozent beziehungsweise 3 Prozent wuchsen, verzeichnete Westeuropa mit 30 Prozent einen deutlichen Zuwachs. Alle Regionen verdanken ihre Zuwächse jedoch den Tablets. In Westeuropa legten die Geräte um 110 Prozent, im Mittleren Osten und Afrika mit 150 Prozent, in Zentral- und Osteuropa sowie in der Vereinigung unabhängiger Staaten mit jeweils weit über 200 Prozent im ersten Halbjahr 2013 zu. Allerdings gebe es auch hier einen strukturellen Wandel in der Nachfrage der Konsumenten. Die lange Zeit dominierenden Neun- und Zehn-Zoll-Tablets würden aktuell von preisgünstigeren Sieben-Zoll-Tablets abgelöst. Im Juni 2013 zog dieses Segment in Westeuropa bereits 45 Prozent, weltweit sogar 51 Prozent der Tablet-Nachfrage auf sich. Stationäre und mobile Rechner mussten sich mit einer signifikant rückläufigen Nachfrage im zweistelligen Bereich auseinandersetzen. Die positiven Impulse, die von der Windows-8-Einführung für klassische Rechner im privaten Umfeld zu erwarten waren, seien bislang ausgeblieben, so die GfK. Lediglich gut designte UltraThin-Notebooks hätten überwiegend kaufkraftstarke Konsumenten begeistern können. Dieses Segment zeichnete sich in Westeuropa im Juni 2013 bereits für knapp 12 Prozent der Nachfrage nach klassischen Rechnern verantwortlich, Tendenz weiter deutlich steigend. Die Nachfrage nach Computern unterliege somit einem elementaren Paradigmenwechsel. Weg von der produktiven hin zu einer Entertainment-orientierten Nutzung von Inhalten. 

Diese Gesamtsituation gebe somit einen deutlichen Trend für das Jahresendgeschäft vor, so die GfK: All-In-One-Computer und Notebooks mit Touch-Screens, UltraThin-Notebooks, kleinformatige Tablets und die dazugehörigen Zubehörmärkte für Taschen, Tastaturen oder Mäuse würden die Konsumentennachfrage in den letzten Monaten des Jahres auf sich ziehen. Hinzu kämen neue Formate wie Slider- oder Convertible- Notebooks/Tablets, die den Konsumenten sowohl hinsichtlich Design als auch der Anwenderfreundlichkeit überzeugen würden. In Summe sei aktuell von einem zweistelligen Nachfragezuwachs von weltweit 13 bis 18 Prozent und in Westeuropa von 19 bis 24 Prozent für das „neue“ Computing im verbleibenden Jahr 2013 auszugehen.

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