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Sonntag, Mai 29, 2022

Die Smartwatch: Der neue IT-Trend?

Mit Apple, Google, LG und Samsung arbeiten derzeit vier große IT-Hersteller an der Entwicklung von so genannten Smartwatches. Von unbekannteren Herstellern sind schon längst vergleichbare Exemplare auf dem Markt.

Die Smartwatch: Der neue IT-Trend?
In den 1980er Jahren war man „cool“, wenn man eine Uhr mit Digitalanzeige trug. Wer gar eine Digitaluhr mit Taschenrechner besaß, galt zeitweise sogar als ziemlich cool. Parallel erfreute sich allerdings auch die 1983 erstmals vorgestellte Analoguhr „Swatch“ großer Beliebtheit. Fast könnte man sagen: Während die Digitaluhr die Uhr der Nerds war, sprach die Swatch eher die modisch interessierten Kreativen an.

Später galten Digitaluhren jahrelang als ziemlich uncool. Erst als der Taschenrechner-Hersteller Casio die Modeuhr „Baby-G“ und – für den Herrn – die „G-Shock“ – auf den Markt brachte, erfreute sich die Digitaluhr wieder größerer Beliebtheit. Das Leistungssprektrum der Uhren war dabei gestiegen: Konnte die 1980er Digitaluhr gerade einmal Uhrzeit, Datum und – als Stoppuhr  – Sekunden und Millisekunden anzeigen, verfügten einige G-Shock- und Baby-G-Modelle über einen Kompass, einen Höhenmesser oder über eine Temperaturanzeige. Außerdem war die Baby-G – analog zu immer dickeren SUV’s auf unseren Straßen – rundum geschützt, stoß- und wasserunempfindlich. Natürlich ist das für die Bewohner zivilisierter Stadtregionen alles nicht gerade lebensnotwendig – aber dennoch erlangten die Baby-G-Modelle den Rang von Status-Symbolen.

Zwischenzeitlich ist es um G-Shock und Baby-G wieder ebenso ruhig geworden wie um die Swatch. Uhren sind Alltagsprodukte, über die sich kaum jemand Gedanken macht. Wer Uhren mag und ausreichend Geld verdient, leistet sich eine teure, Schweizer Uhr oder von einer der deutschen Glashütte-Manufakturen.

Doch nun haben die großen IT-Riesen die „Zeiteisen“ entdeckt. Nach Apple, Google und Samsung zieht einem Medienbericht zufolge auch LG nach und entwickelt eine Smartwatch. Die Uhr wird uns künftig also genau sagen können, wo wir uns aufhalten. Und sie wird uns den Weg zum nächsten Restaurant zeigen. Wir werden mit Freunden darüber diskutieren, ob Anroid, iOS oder gar Firefox OS das bessere Uhren-Betriebssystem ist. Und alle werden der Meinung sein, dass Windows für die Smartwatch nichts taugt.

Ob die computerisierte Uhr wirklich zum Renner wird, werden wir wohl erst in ein, zwei Jahren wissen. Bereits heute auf dem Markt erhältliche Modelle von eher unbekannten Herstellern ConnecteDevice oder i’m haben sich bislang noch nicht zu Verkaufsschlagern entwickelt. Das heißt freilich nichts, denn auch der MP3-Player erfreute sich erst größter Beliebtheit, als Apple den „iPod“ auf den Markt brachte.

Als gewiss gilt indes, dass Uhren als Telefon zwar technisch machbar sind, aber nicht auf regen Zuspruch stoßen. Hier haben schon mehrere Hersteller – allen voran Samsung – Bauchlandungen erlebt. Wir werden also auch künftig ein Smartphone – oder ein ganz normales Handy – nutzen. Die Smartwatch wäre dann – bestenfalls – ein modisches Add-on.

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