Rund ein Viertel der Menschen in Deutschland kann sich vorstellen, künftig eine Augmented-Reality-Brille zu nutzen. Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Bitkom sind es 26 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren. Die Ergebnisse wurden zum Auftakt der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas veröffentlicht, auf der neue AR-Brillen vorgestellt werden.
Das Interesse ist vor allem bei jüngeren Menschen ausgeprägt. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen können sich 35 Prozent vorstellen, eine AR-Brille zu tragen. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt der Anteil bei 34 Prozent. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 23 Prozent, bei den über 65-Jährigen 15 Prozent.
Unabhängig von einer visuellen AR-Funktion sehen viele Menschen bereits heute einen Nutzen in smarten Brillen. 47 Prozent würden sie einsetzen, um Informationen zu historischen Gebäuden in der Umgebung zu erhalten. 42 Prozent wünschen sich Navigationshinweise direkt über die Brille. Deutlich geringer ist die Zustimmung für Funktionen, die Informationen über andere Personen in der Nähe anzeigen: Dies können sich 18 Prozent vorstellen.
Gleichzeitig äußert eine Mehrheit Bedenken hinsichtlich möglicher Datenschutzrisiken. 60 Prozent der Befragten geben an, dass sie es beunruhigend finden, wenn Brillen unbemerkt filmen oder fotografieren könnten. Hersteller reagieren darauf unter anderem mit sichtbaren Anzeigen, die Aufnahmen signalisieren.


