Neue Marktdaten von Context zeigen, dass die Preise für AI-fähige Notebook-PCs in Europa zu Beginn des Jahres 2026 deutlich gesunken sind. In den wichtigsten europäischen Märkten – Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien – fielen die durchschnittlichen Verkaufspreise im Jahresvergleich um 33 Prozent.
Während des Spitzenquartals Q4 2025 lag der durchschnittliche Preis für AI-Notebook-PCs mit mindestens 40 TOPS Leistungsfähigkeit bei 822 Euro. Damit werden Geräte mit Windows-11-Kompatibilität, schnellerer On-Device-Verarbeitung, verbessertem Datenschutz und Offline-AI-Funktionen für eine breite Käuferschicht erschwinglich.
Der Preisrückgang trifft auf eine Phase, in der viele Haushalte noch PCs aus den Pandemie-Jahren nutzen. Die verbesserten Leistungsdaten aktueller Modelle erhöhen den Druck, ältere Hardware zu ersetzen.
Context weist jedoch darauf hin, dass die momentane Preissituation nicht dauerhaft sein dürfte. Im Jahresverlauf 2026 wird ein erneuter Preisdruck durch knapper werdende Komponenten, insbesondere Speicher, erwartet. Vor allem höher spezifizierte Modelle könnten dadurch teurer werden.
Für Verbraucher bedeutet dies: Preisbewusste Käufer sollten nicht mit besseren Angeboten rechnen, und selbst leistungsorientierte Nutzer könnten später im Jahr mit steigenden Preisen konfrontiert werden.
Auch der Handel steht vor strategischen Entscheidungen. Retailer, Hersteller und Distributoren müssen abwägen, ob sie das aktuelle Preisniveau nutzen, um hohe Stückzahlen zu verkaufen, oder ob sie bewusst Zurückhaltung üben, um von möglicherweise margenträchtigeren Marktphasen in der zweiten Jahreshälfte zu profitieren.
Wie der Markt mit dieser Situation umgeht, wird sich laut Context unter anderem in Promotions, Finanzierungsangeboten wie Buy Now Pay Later und einer stärkeren Fokussierung auf Refurbished-Geräte zeigen.


