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Sonntag, Januar 25, 2026

Unternehmen befürchten Schaden durch Trump

«Zölle» gehört zu den Lieblingswörtern von Donald Trump. Das zeigt sich in den vergangenen Wochen besonders. Bei deutschen Unternehmen schürt seine Präsidentschaft aber schon länger Befürchtungen.

Viele Unternehmen hierzulande befürchten, dass die US-Präsidentschaft Donald Trumps der deutschen Wirtschaft schaden wird. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Rund drei Viertel der Unternehmen in der Industrie und der Informationswirtschaft rechneten mit negativen Folgen, davon 15 Prozentpunkte mit sehr negativen Auswirkungen. Nur etwa sieben Prozent erwarten einen positiven Effekt auf die deutsche Wirtschaft.

Industrie ist skeptischer

Wenn es um den Erfolg des eigenen Unternehmens oder der eigenen Branche geht, zeigen sich die Befragten etwas weniger besorgt. In der Informationswirtschaft rechnet mit negativen Folgen für den eigenen Erfolg 20 Prozent, für den der Branche 26 Prozent der Firmen. Im verarbeitenden Gewerbe fielen diese Anteile zum Teil deutlich höher aus: 43 Prozent sorgten sich um den eigenen Erfolg, knapp die Hälfte um den der Branche.

Wie pessimistisch Firmen auf die Geschäftsentwicklung blicken, hängt nach Angaben des Leiters der ZEW-Befragung, Daniel Erdsiek, auch davon ab, ob sie selbst Waren in die Vereinigten Staaten liefern. «Beispielsweise erwarten im verarbeitenden Gewerbe 55 Prozent der Unternehmen mit US-Exporten, dass sich die Trump-Präsidentschaft negativ auf den eigenen Erfolg auswirken wird. Bei Unternehmen ohne US-Exporte liegt dieser Wert bei 34 Prozent», sagte er.

Entscheidungen seit Amtsantritt noch nicht berücksichtigt

Das verarbeitende Gewerbe umfasst insbesondere Unternehmen, die Rohstoffe und Zwischenprodukte weiterverarbeiten und Endprodukte erzeugen. Wichtige Branchen sind der Fahrzeugbau, die Elektroindustrie, der Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie. Zur Informationswirtschaft gehören unter anderem Firmen der Informations- und Kommunikationstechnik-Branche sowie Mediendienstleister.

An der ZEW-Befragung beteiligten sich im Dezember rund 850 Unternehmen. Entscheidungen Trumps nach seiner Amtseinführung am 20. Januar sind in den Bewertungen also noch nicht berücksichtigt. (dpa)

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