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Mittwoch, Dezember 17, 2025

Zahl der Start-up-Gründungen steigt trotz Krise kräftig

Gestiegene Zinsen und vorsichtige Investoren haben deutsche Start-ups in eine Finanzierungskrise gestürzt. Zumindest bei den Gründungen geht es nun aufwärts. Ganz oben spielen Universitätsstädte mit.

Trotz schwieriger Finanzierungsbedingungen für Gründer entstehen wieder deutlich mehr Start-ups in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden 2.766 Wachstumsfirmen gegründet und damit rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr (2.498), wie Daten des Startup-Verbands zeigen.

«Die aktuellen Zahlen sind ein starkes Signal für den Standort Deutschland», sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Helmut Schönenberger. Dem Startup-Verband zufolge erholten sich die Gründungszahlen fast bundesweit von früheren Rückgängen. Gut ein Fünftel der Gründungen (618) entfiel auf den Bereich Software. Hier zeige sich der Boom rund um Künstliche Intelligenz.

Mit dem Anstieg der Gründungen wurde auch das Niveau von 2022 leicht übertroffen, der Spitzenwert 2021 mit knapp 3.200 Neugründungen inmitten des Digitalisierungsbooms in Corona-Zeiten aber verfehlt. Zugleich beobachtet der Verband seit 2021 eine steigende Zahl von Insolvenzen. In der aktuellen Konjunkturflaute seien vor allem Online-Händler betroffen.

Heidelberg bei Gründungen pro Kopf vorne

Während die meisten Wachstumsfirmen 2024 erneut in Metropolen wie Berlin (498), München (203) und Hamburg (161) entstanden, glänzten auch forschungsnahe Standorte: Gemessen an den Gründungen pro 100.000 Einwohnern stand Heidelberg mit einem Wert von 13,5 knapp vor München und Berlin. In Heidelberg gebe es seit Jahren viele Gründungen im Umfeld der Universität, heißt es in der Studie, für die die Analysefirma Startupdetector Handelsregisterdaten ausgewertet hat.

Auf den Plätzen vier bis sechs folgen mit Aachen, Darmstadt und Potsdam ebenfalls Universitätsstädte. Das unterstreiche die Bedeutung hochschulnaher Standorte, «die neben dem internationalen Hotspot Berlin zunehmend das zweite Erfolgsmodell Deutschlands darstellen».

Erholung von tiefer Krise

Deutsche Start-ups hatten in der Pandemie von einem Digitalisierungsschub und niedrigen Zinsen profitiert – Lieferdienste etwa erlebten einen Boom. Doch als mit der Inflation auch die Zinsen stiegen und Konjunktursorgen wuchsen, hielten sich Investoren zurück: Die Investments in Start-ups brachen 2023 ein, viele Start-ups strichen Jobs.

Im laufenden Jahr zeichnet sich der Förderbank KfW und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY zufolge eine Erholung beim Geld für Start-ups ab. (dpa)

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