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Montag, Juli 26, 2021

Unternehmen sollten Hacker-Angriffe freiwillig melden

Eine gesetzliche Meldepflicht lehnt der Bitkom ab, schlägt jetzt aber vor, dass Unternehmen schwerwiegende Angriffe auf die IT freiwillig den Behörden melden.

Security
Der Branchenverband Bitkom hat die Unternehmen in Deutschland dazu aufgerufen, schwerwiegende Angriffe auf ihre IT-Systeme freiwillig den Behörden zu melden. „Die Sicherheitsbehörden brauchen aktuelle Informationen über gravierende Cyberangriffe, um Gegenmaßnahmen entwickeln und die Nutzer warnen zu können“, so Bitkom-Präsident Dieter Kempf mit Blick auf die jüngsten Attacken auf Unternehmen in den USA und Deutschland. In den vergangenen Wochen berichteten Unternehmen wie Apple, Microsoft und Facebook von Hacker-Angriffen, in Europa bestätigten EADS und ThyssenKrupp entsprechende Vorfälle. Entscheidend ist dabei aus Sicht des Bitkom, dass Meldungen an staatliche Stellen vertraulich behandelt werden.

Laut einer Bitkom-Umfrage sind fast drei Viertel aller deutschen Unternehmen grundsätzlich dazu bereit, bei IT-Sicherheitsvorfällen mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Eine gesetzliche Meldepflicht, die jüngst von der EU-Kommission ins Spiel gebracht wurde, lehnt der Verband dagegen ab. Ein entsprechendes freiwilliges Meldesystem für IT-Sicherheitsvorfälle habe die ITK-Branche in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits etabliert. Dazu wurde die Allianz für Cybersicherheit gegründet, die die Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft beim Kampf gegen die Cyberkriminalität koordiniert. Hier können Angriffe freiwillig und anonym gemeldet werden. Laut der Umfrage verzeichneten 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits Angriffe auf ihre IT-Systeme oder andere IT-Sicherheitsvorfälle. Viele Unternehmen sind auf solche Situationen schlecht vorbereitet. Die Hälfte der Befragten gab an, dass sie keinen Notfallplan für IT-Sicherheitsvorfälle hat. Und ein Drittel der Unternehmen gestehen ein, dass sie Nachholbedarf beim Thema IT-Sicherheit haben. 

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