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Montag, Dezember 5, 2022
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Softcorner sucht deutsche Service-Partner

Softcorner, eine europäische Börse für Gebrauchtsoftware, sucht Broker und Service-Partner aus Deutschland. Noch kein florierender Gebrauchtmarkt in Europa.

Habibou M’Baye, CEO von Softcorner
Schätzungen des französischen Industrieverbands Cigref zufolge beträgt das Marktvolumen für Gebrauchtsoftware in Europa rund fünf Milliarden Euro. Gleichzeitig verharren die Umsätze im zweistelligen Millionenbereich. Softcorner, eine neu gestartete europäische Börse für Gebrauchtsoftware, will sich dieses ungenutzte Potenzial zu Nutzen machen. Auf dem Marktplatz sollen nicht nur Käufer und Verkäufer von Gebrauchtsoftware zusammenkommen, auch Kontakte zu Dienstleistern wie IT-Beratern und -Systemhäusern sowie Zwischenhändlern sollen vermittelt werden. Zusätzlich zur Kaufabwicklung würden dabei die Konformitätsregeln bei der Lizenzübertragung beachtet, verspricht Habibou M’Baye, CEO von Softcorner. «Mit seiner Entscheidung vom 3. Juli 2012 hat der Europäische Gerichtshof de facto einen EU-weiten Markt für Gebrauchtsoftware geschaffen und die Bedingungen geklärt, unter denen diese gehandelt werden darf. Software ist also prinzipiell ein Gut wie jedes andere, trotzdem hat sich in Europa noch kein florierender Gebrauchtmarkt entwickelt», betont M’Baye.

Softcorner schätzt, dass im Durchschnitt etwa ein Viertel der Softwarelizenzen der Unternehmen nicht genutzt wird. Dem stünden andere Unternehmen gegenüber, die schnell wachsen und zusätzliche Lizenzen benötigen oder in aus ihrer Sicht weniger strategischen Bereichen teure Lizenzen durch Gebrauchtsoftware ersetzen wollen. Der Handel mit Gebrauchtsoftware stelle somit einen wichtigen Bestandteil eines funktionierenden Software-Asset-Managements (SAM) dar. «Wir suchen Beratungs- und Systemhäuser aus Deutschland, die sich auf SAM spezialisiert haben und ihre Kunden bei der Inventarisierung ihres Softwareparks, bei der strategischen Planung der Softwareinvestitionen sowie bei Implementierung und Wartung nach dem Erwerb von Gebrauchtsoftware unterstützen, betont M’Baye gegenüber ChannelObserver.

Softcorner wurde 2014 gegründet. Unternehmen, die über nicht genutzte Softwarelizenzen verfügen oder welche benötigen, geben dort ihre Verkaufsangebote oder Kaufgesuche auf. Der Anbieter will alle eingereichten Informationen verifizieren, um die nötige Vertrauensbasis zwischen beiden Parteien herzustellen. Bei Kaufabschluss werden die Dokumente dem Käufer zugesandt, so dass dieser die erworbene Software aktivieren kann. Registrierung und Angebotsabgabe sind kostenlos. Gebühren werden erst bei Kaufabschluss fällig. Um Käufer und Verkäufer sowohl vor als auch nach der Handelstransaktion zu unterstützen, stellt Softcorner darüber hinaus den Kontakt zu Beratungs- und Servicehäusern sowie Zwischenhändlern her.

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