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Samstag, Dezember 13, 2025

SAP kratzt erstmals an Börsenwert von 200 Milliarden Euro

Den Aktien von SAP hat am Montag nicht mehr viel für ein weiteres Rekordhoch und einen Börsenwert von 200 Milliarden Euro gefehlt.

Den Aktien von SAP hat am Montag nicht mehr viel für ein weiteres Rekordhoch und einen Börsenwert von 200 Milliarden Euro gefehlt. Am Vormittag kletterte der Kurs um 0,6 Prozent auf knapp 161 Euro und lag damit in Schlagdistanz zum Rekordhoch vom Donnerstag bei 162,42 Euro.

Bei einem Kurs von knapp 163 Euro würde der Marktwert des Software-Konzerns erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro knacken. Aktuell führen die Walldorfer die Rangliste der wertvollsten Titel im Leitindex Dax klar an. Auf Rang zwei und drei folgen Siemens mit 134 Milliarden Euro und Airbus mit 118 Milliarden Euro.

Geschuldet ist die jüngste Wertsteigerung von SAP der Kursrally im neuen Börsenjahr. Allein vom Jahrestief am 5. Januar zum Rekordhoch am Donnerstag betrug der Aufschlag gut 20 Prozent. Anleger hatten sich im Vorfeld der Quartalszahlen für gute Nachrichten positioniert – und wurden belohnt. Der Konzern will mit einem Großumbau das wachstumsträchtige Geschäft mit der Künstlichen Intelligenz anschieben. Das wurde am Markt begrüßt und hievte den Aktienkurs auf einen historischen Höchststand.

Mit knapp 200 Milliarden Euro Börsenwert rangiert SAP unter den großen Unternehmen in Europa zwar mit, aber nicht ganz vorn: Im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 liegen die französischen Luxusgüterhersteller LVMH und Hermes, der Kosmetikriese L’Oreal und der niederländische Halbleiterausrüster ASML vor SAP. Noch vor LVMH ist der im Stoxx 50 gelistete dänische Pharmakonzern Novo Nordisk Europas wertvollstes Unternehmen.

Ganz zu schweigen von den Tech-Riesen aus den USA: Microsoft beispielsweise ist mit aktuell rund 3 Billionen US-Dollar fast 14 Mal soviel wert wie SAP. Auch Amazon, die Google-Holding Alphabet oder der Chip-Produzent Nvidia übertreffen SAP beim Marktwert um ein Vielfaches.

Noch mehr wert als SAP war einst der Volkswagen-Konzern, was seinerzeit allerdings Marktspekulationen geschuldet war. Im Herbst 2008 hatten sogenannte Short-Seller in großem Stil VW-Aktien geliehen und diese in der Erwartung fallender Kurse am Markt verkauft. Diese Wette aber ging nicht auf, der VW-Kurs stieg entgegen den Erwartungen der Spekulanten. Diese mussten ihre Short-Positionen eindecken und dafür die verkauften Aktien am Markt zurückkaufen. Die enorme Nachfrage trieb den VW-Kurs in kurzer Zeit immer höher und kurzfristig auf über 1000 Euro. (dpa)

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