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Donnerstag, Februar 9, 2023

Relicense sucht Microsoft-Partner für gebrauchte Lizenzen

Relicense aus Bayern gehört zu den Marktführern für gebrauchte Microsoft-Software. Das Unternehmen will den Channel ausbauen und sucht Microsoft-Partner für den indirekten Vertrieb.

«Es wird nie ein reines Cloud-Modell geben. Der hybride Lizensierungsansatz, eine Kombination aus Cloud-Lösungen und Volumenlizenzen aus dem Zweitmarkt, legt überproportional zu. Der Markt für gebrauchte Software-Lizenzen wird auch künftig wachsen», betont Software-Experte Stefan Buschkühler im Gespräch mit ChannelObserver. Buschkühler ist Director Business Development und Mitgründer der Relicense AG, einem Handelsunternehmen für gebrauchte Software in Inning am Ammersee. 38 Mitarbeiter verdienen mittlerweile ihr Geld damit, Lizenzen aus dem Comercial-Bereich für Computerprogramme zu kaufen und wieder zu verkaufen. Sie suchen dafür Unternehmen mit rund 1.000 PC-Arbeitsplätzen, die ihre Software verkaufen wollen, weil sie beispielsweise auf ein Cloud-Modell umsteigen wollen.

Sicherheit gibt dem Unternehmen das bekannte EuGH-Urteil, welches für den Gebraucht-Software-Markt Rechtssicherheit schaffte: Softwarelizenzen dürfen generell veräußert werden, die Hersteller können sich einem Weiterverkauf durch einen Kunden nicht widersetzen, so das Urteil. Relicense konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Lösungen von Microsoft. «Das ist der Nachfrage geschuldet. Der Markt wird zu 90 Prozent von gebrauchten Microsoft-Lizenzen dominiert», so Buschkühler.

Relicense vertreibt die gebrauchten Lizenzen sowohl direkt als auch indirekt. Bereits ein Drittel des Gesamtumsatzes wird heute über den Channel erwirtschaftet, Tendenz steigend. Ein Partnerprogramm wird gerade auf die Beine gestellt. Dieses ist in «Registered Partner» und «Managed Partner» unterteilt. Letztere kommen in den Genuss einer exklusiveren Betreuung durch das Unternehmen. «Der klassische Microsoft-Partner mit entsprechenden Zertifizierungen ist auch ein idealer Partner für uns», so der Manager. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der indirekte Umsatz bereits über 130 Partner getätigt. Eine Kooperation mit cop software soll die Vermarktung über den Handel weiter ankurbeln. Wichtig ist der Dienstleistungsaspekt für Buschkühler, es gehe nicht nur um die «billige Lizenz».

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