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Dienstag, Mai 17, 2022

MKS plant weitere Expansion

ERP-Anbieter MKS AG will im nächsten Jahr weiteres Personal einstellen. Die lange Entwicklungszeit für die neue Goliath-Lösung habe sich gelohnt.

MKS-Vorstand Michael Kempf plant die weitere Expansion des Unternehmens. Derzeit sind beim ERP-Spezialisten 40 Mitarbeiter beschäftigt, zusätzlich sechs Softwareentwickler im russischen Wolgograd. „Natürlich hätte ich die Entwickler lieber bei uns in Friedrichshafen“ bedauert Kempf. Unabhängig davon hofft er die Zahl der Beschäftigten 2014 um acht bis 10 neue Mitarbeiter steigern zu können. „In diesem Jahr haben wir bereits von den geplanten 15 Stellen acht neu besetzen können, so unter anderem mit Sven Thiemann, der seit April diesen Jahres als Sales Consultant für uns tätig ist. Ab Januar werden wir eine zusätzliche Mitarbeiterin für die Akademie haben.“ Gleichwohl weiß der MKS-Chef um die Personalknappheit im Bodenseekreis. „Wir haben in der Region eine Arbeitslosenquote von etwa 2,5 Prozent, da sind Arbeitskräfte, vor allem Spezialisten sehr gefragt.“ MKS baue deshalb auch auf die langjährigen Kontakte zur Hochschule Ravensburg-Weingarten. Die MKS Akademie sei mittlerweile etabliert, so Kempf. Für kommendes Jahr sind 100 Schulungen im Unternehmen und bei derzeit vier Schulungsstandorten von Systemhauspartnern geplant.

Zudem blickt die MKS AG auf eine erfolgreiche User Conference zurück. Die Hausmesse fand zum zweiten Mal statt. Etwa 300 Fachbesucher, Systemhausmitarbeiter, IT-Reseller und Anwender, kamen an den Unternehmensstandort Friedrichshafen. Ein Highlights war der Start der ERP-Lösung MKS goliath.NET. Für die neue Lösung waren 85.000 Stunden oder 40 Mannjahre Entwicklungszeit und Investitionskosten von etwa 2,7 Millionen Euro nötig gewesen, berichtet Michael Kempf. Das sei kein einfaches Projekt, zumal für ein mittelständisches Unternehmen. „Jetzt aber haben wir unser Ziel erreicht, eine zukunftsweisende Warenwirtschaftslösung dem Mittelstand anbieten zu können, die in den kommenden Jahren kontinuierlich den Anforderungen des Marktes angepasst werden kann.“ Bereits während des Veranstaltungstages seien viele Gespräche mit ernsthaften Interessenten geführt worden, betont Sven Thiemann. Ohnehin, so Vorstandschef Kempf, „haben wir bis unmittelbar vor der User Conference bereits 80 Vorbestellungen und einen Auftragsbestand von mehr als 1,2 Millionen Euro, die es jetzt abzuarbeiten gilt“.

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