Microsoft startet B2B-Vertrieb von Surface über Distributoren

Der Hersteller erweitert den Vertrieb von Surface und startet die B2B-Vermarktung über ein Partnerprogramm. Drei Distributoren sind zum Start dabei. Im Channel gibt es trotzdem Unmut.

Microsoft erweitert den Channel-Vertrieb für sein Tablet „Surface“. Der Hersteller startet das „Microsoft Devices Program“, ein Two-Tier-Programm, dass es einer ausgewählten Gruppe an Händlern und Distributoren erleichtern soll, das Produkt auch an Geschäftskunden zu vermarkten, wie Microsoft mitteilte. Reseller sollen künftig Surface um eigene Dienstleistungen ergänzen. Das „Devices Program“ ist vorerst auf die USA beschränkt, soll aber auf andere Länder ausgeweitet werden. Der Hersteller vertrieb Surface zuvor überwiegend über deneigenen Online-Shop, eigene US-Filialen und Retailer. Diese restriktive Vertriebspolitik sorgte für einigen Unmut unter den Partnern. 

Zum Start in den USA sind als Distributoren die beiden Broadliner Ingram Micro und Tech Data sowie Synnex dabei. Zu den ersten authorisierten Partnern gehören CDW, CompuCom Systems, En Pointe Technologies, Insight Enterprises, PC Connection, PCM, SHI, Softchoice, Softmart und Zones. Alle Unternehmen sind den so genannten Large Account Resellern (LARs) von Microsoft zuzurechnen. Einige Systemhaus-Partner befürchten bereits, beim erweiterten Vertrieb der Tablets wieder außen vor zu bleiben. Kritisiert wird, dass es erneut zu einem stufenweisen und eingeschränkten Vertrieb über ausgewählte Partner kommt. Darüber hinaus beginnt die neue Initiative erneut in den USA und wird dann erst sukzessive auf weitere Länder übertragen.

„AppsForSurface“, ein Programm für ISVs, soll für neue Geschäfts-Applikationen für Surface sorgen. Airstrip, Citrix, Houghton Mifflin Harcourt und Sage nehmen bereits an der ISV-Initiative teil. Um seinen Partnern den Vertrieb der Produkte schmackhaft zu machen, bietet der Hersteller die Modelle auf seiner weltweiten Partnerkonferenz zum Tiefpreis an (ChannelObserver berichtete). 

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