Maxfield wieder insolvent

Die vor rund drei Jahren neu gegründete Maxfield ist insolvent. Das Unternehmen hatte sich die Namensrechte von Franjo Pooth gesichert und sich auf induktive Ladestationen spezialisiert.

Beim Amtsgericht Mannheim musste die Maxfield GmbH mit Sitz in Buchen jetzt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Helmut Eisner aus Lauda-Königshofen bestellt. Somit hat der Name offensichtlich kein Glück gebracht: Geschäftsführer Steffen Müller hatte sich vor rund drei Jahren die Namensrechte an Maxfield von Franjo Pooth gesichert und sich mit seiner Firma auf induktive Ladestationen spezialisiert. Pooth, der Mann von Verona Pooth, geborene Feldbusch, fokussierte sich mit der «alten Maxfield» hingegen auf MP3-Player. Nach der Insolvenz im Jahr 2008 verschwand der Hersteller von der Bildfläche, bis zum Neustart durch Müller. Mit Broadliner Ingram Micro konnte im Jahr 2014 sogar ein erster Distributor gewonnen werden. Ein Vertrieb über Fachhändler wurde aufgebaut.

«Wir haben uns allerdings ganz bewusst nur auf die Namensrechte konzentriert», so Steffen Müller damals. «Inhaltlich ist Maxfield heute ein völlig anderes Unternehmen.» Das Prinzip des induktiven Ladens wurde vor rund hundert Jahren von Nikola Tesla entdeckt. Elektrische Zahnbürsten werden bereits seit vielen Jahren durch magnetische Induktion geladen. Eine Ladestation erzeugt mit Hilfe von Induktionsspulen ein magnetisches Wechselfeld, das seine Feldlinien in Stärke und Richtung ändert. Wird nun beispielsweise ein Smartphone, das ebenfalls über eine Spule verfügt, auf die Ladeplatte gelegt, wird lokal zwischen den Spulen Spannung induziert, die den Akku auflädt.  

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