Längere Gewährleistung für teure Elektrogeräte gefordert

Justizministerin Christine Lambrecht setzt sich für längere Gewährleistungsfristen für teure Elektrogeräte ein.

Justizministerin Christine Lambrecht setzt sich für längere Gewährleistungsfristen für teure Elektrogeräte ein. «Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen bei hochwertigen Produkten zu recht erwarten, dass diese langfristig nutzbar sind», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Eine längere Gewährleistung könne den Herstellern einen wirtschaftlichen Anreiz geben, besonders langlebige und gut reparierbare Produkte zu entwickeln. «Damit würden wir einer Wegwerf-Mentalität entgegentreten und eine moderne, nachhaltige Kreislaufwirtschaft stärken», sagte Lambrecht. Mit ihren Forderungen geht Lambrecht deutlich über das hinaus, was bisher in der schwarz-roten Bundesregierung vorgesehen ist.

Derzeit gilt in Deutschland eine einheitliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren – wenn das gekaufte Produkt innerhalb der ersten sechs Monate kaputt geht, geht man automatisch davon aus, dass es schon beim Kauf mangelhaft war, später muss der Käufer dies nachweisen. Diese Frist soll in einem Gesetzentwurf des Justizministeriums nun auf ein Jahr verlängert werden. Lambrecht sagte aber zugleich, die zwei Jahre Gewährleistung seien etwa bei Autos oder hochpreisigen Elektrogeräten insgesamt nicht sachgerecht. Statt dessen solle sich die Frist nach der zu erwartenden Lebensdauer von Produkten richten. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Leica bringt eigenes Smartphone weltweit auf den Markt

Vor rund 20 Jahren wäre Leica beinahe pleitegegangen, weil man den Trend zur Digitalisierung verpasst hatte. Inzwischen ist das Smartphone-Segment ein Hoffnungsträger des wiedererstarkten Herstellers.

Telekom peilt bei Glasfaser-Ausbau 25 Millionen Haushalte an

Beim Ausbau von Glasfaser-Internet hat die Deutsche Telekom ihr Tempo erhöht.

Studie: Zwei Drittel der Internetnutzer bevorzugen Firmen aus Europa

Die Mails mit Gmail verschicken, die Fotos in der Apple-Cloud speichern und über WhatsApp chatten - und damit den digitalen Alltag komplett über US-Riesen abwickeln. So machen es viele - oder?
ANZEIGE
ANZEIGE