IFA: Deloitte sieht faltbare Smartphones im Trend

Faltbare Smartphones werden sich nach Einschätzung von Analysten zu einem großen Trend in der Unterhaltungselektronik entwickeln.

Faltbare Smartphones werden sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern zu einem großen Trend in der Unterhaltungselektronik entwickeln. Jeder dritte Verbraucher in Deutschland (35 Prozent) könnte sich vorstellen, ein solches Smartphone zu nutzen, geht aus einer Trendstudie hervor, die das Beratungshaus Deloitte gemeinsam mit dem Digitalverband Bitkom am Mittwoch zum Start der IFA in Berlin vorstellte. Zuletzt hatten sich Samsung und Huawei ein Wettrennen geliefert, wer das erste Gerät dieser Art auf den Markt bringt – ruderten aber beide wegen Problemen bei der Herstellung kurzfristig wieder zurück. Samsung wird auf der IFA in Berlin sein «Galaxy Fold», das noch in diesem September auf den Markt kommen soll, erstmals in Deutschland zeigen. Auch Huawei könnte die Gelegenheit nutzen, sein «Mate X» auf der Messe zu präsentieren. Für Samsung steht das faltbare Gerät nach eigenen Angaben allerdings nicht im Vordergrund. Zu den Kernthemen auf der IFA werde bei Smartphones der neue Mobilfunkstandard 5G gehören, sagte Samsung-Deutschland-Chef Mario Winter der dpa.

Laut Trendstudie von Bitkom und Deloitte sehen mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten demnach den Vorteil darin, dass faltbare Smartphones zusammengeklappt weniger Platz benötigen. Den größeren Bildschirm halten 50 Prozent für besonders interessant. Und 18 Prozent versprechen sich mehr Leistung als herkömmliche Smartphones. Die Geräte dürften mit hohen Preisen bis zu 2300 Euro allerdings zunächst nicht den Massenmarkt adressieren. Als weiteren Trend der Consumer Electronics machen die Marktbeobachter die vernetzte Unterhaltung aus. Laut Prognose werden bis 2022 insgesamt 90 Prozent der TV-Geräte in den Haushalten mit dem Internet verbunden sein. Impulsgeber seien dabei die Spielekonsolen. «Für die Gerätehersteller ist die intelligente Verknüpfung von Hardware und Content inzwischen ein echtes Differenzierungskriterium», sagte Klaus Böhm von Deloitte. Die Konsumenten erwarteten einen bequemen Zugang zu passenden Inhalte-Angeboten. (dpa)

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