14.1 C
Flensburg
Sonntag, Mai 22, 2022

Fujitsu macht HPC zum Channel-Massenmarkt

Fujitsu will mit High Performance Computing (HPC) den Mittelstand adressieren und seine gesamte Partnerbasis auf das Thema ansprechen. Hohe Margen und ein geringer Aufwand, so die Botschaft.

«Partner, denen HPC bislang zu kompliziert war, können jetzt ihre Kunden ansprechen», ict-chef Udo Glaser
Im Mittelpunkt der HPC-Strategie von Fujitsu steht das neue HPC Gateway. Mit dem Gateway sollen sicher und einfach Entwicklungsgruppen auch extern zusammengestellt werden können und entsprechende Rollen und Zugriffsrechte zugewiesen werden. Die Entwickler erhalten eine webbasierte Oberfläche, die von jedem Device aus angesteuert werden kann. «Für die IT ist das ein tolles Tool, um den Wildwuchs von Daten in den Griff zu bekommen», betont Udo Glaser, Geschäftsführer der Aachener ict. Die Firma ist seit 1998 ein HPC-Partner von Fujitsu und seit drei Jahren eine Tochtergesellschaft des Herstellers. Das Systemhaus übernimmt als Competence Center für HPC Trainings und Qualifizierungen von der ersten Stunde an. Rund 20 Partner arbeiten im Umfeld von High Performance Computing bereits mit ict und Fujitsu zusammen, doch es sollen sehr viel mehr werden, wie Darius Wilke, der weltweit für das HPC-Geschäft von Fujitsu verantwortlich ist, im Gespräch mit ChannelObserver ausführt: «Mit HPC werden normalerweise große Simulationen und Vorhersagen verbunden. Doch mittlerweile interessiert sich auch der Mittelstand für dieses Thema. Über Cluster kann beispielsweise die Produktqualität gesteigert werden. Und mit unserem Gateway treffen wir den Nerv des Marktes.»

Mit dem Gateway gehöre der enorme technische Aufwand von HPC-Anwendungen der Vergangenheit an, ergänzt ict-Chef Glaser. «HPC wird auf den Desktop gebracht und Modelle werden auf Knopfdruck simuliert. Partner, denen HPC bislang zu kompliziert war, können jetzt ihre Kunden ansprechen. Es ist kein Markt für Spezialisten mehr», betont Glaser. Die Kosten für den Mittelstand hielten sich dabei in Grenzen, wie HPC-Chef Wilke vorrechnet: Für eine HPC-Installation, der Kunde kann zwischen einer vorkonfigurierten Appliance für bestimmte Anwendungen und einer Referenzarchitektur wählen, müssten zwischen 20.000 und 200.000 Euro veranschlagt werden. Der Hersteller bietet zudem eine Leasing-Option an. Für ein 100.000 Euro teures System müssten so nur 100 Euro am Tag gezahlt werden. «HPC für nur 100 Euro täglich. Mit dieser Botschaft können Partner ihre Kunden adressieren», betont Wilke. Der Hersteller will künftig seine komplette Partnerbasis auf das Thema ansprechen. «Jeder deutsche Fujitsu-Partner kann sofort das Gateway testen. Das wird in einigen Jahren ein Mainstream-Thema sein», kündigt Wilke an. Zudem könne man mit dem HPC Gateway und weiterführenden Services deutlich höhere Margen als bei Standard-IT-Anwendungen erzielen.

Verwandte Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Share and Like

1,507FollowerFolgen

Neueste Artikel

Großbritannien schließt Huawei von 5G-Ausbau aus

Kanada verbannt 5G-Technik von Huawei und ZTE

Im lange schwelenden Wirtschaftskonflikt mit China zieht nun auch Kanada die Daumenschrauben gegen Huawei enger - der chinesische Telekommunikationsausrüster soll dort mit seiner 5G-Netztechnik vom Markt ausgeschlossen werden.