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Sonntag, Juni 20, 2021

Fujitsu Forum im Zeichen von Services und HANA

Fujitsu erklärt im Vorfeld seiner Messe „Forum“ in München das Umbauprogramm „Jupiter“ für abgeschlossen. Der Service-Bereich sei stark ausgebaut worden.

Mit der zunehmenden Bedeutung des Servicegeschäfts sei Fujitsu als Top-4 in diesem Bereich auf dem besten Weg, den internationalen Anteil von derzeit 40 auf 50 Prozent zu steigern und zum echten Global Player zu werden, erklärte FTS-Chef Rod Vawdrey zum Auftakt des Fujitsu Forums 2013 in München. Der Service-Bereich sei stark ausgebaut worden. Allein in Deutschland zählt das Unternehmen 3.000 Service-Mitarbeiter, so der für das internationale Service-Geschäft verantwortliche Joel O’Halloran. Dienstleistungen machten bereits 50 Prozent des internationalen Geschäfts aus, in manchen Ländern sei der Anteil sogar bedeutend höher. Viele Banken würden Fujitsu-Services für ihre RTM- oder Bankautomaten-Netzwerke nutzen. Als einziger nichtjapanischer Corporate Executive Vice President ist der Australier Vawdrey für das International Geschäft in neun Regionen und mehr als 100 Ländern sowie weit über 50.000 Mitarbeitern außerhalb Japans und des großchinesischen Raums verantwortlich. Mit 31.000 Mitarbeitern ist EMEA die wichtigste Region in Übersee. Die „Jupiter“ genannten Maßnahmen zur „Harmonisierung und Globalisierung des Produkt-Portfolios“ seien abgeschlossen und trügen erste Früchte, so Vawdrey. Beim Stellenabbau habe man eng mit Arbeitnehmervertretungen zusammengearbeitet und vielen ehemals Beschäftigten den Übergang in Transfergesellschaften geebnet. So wie die Analysten schon Zeichen einer globalen Erholung sehen, will Fujitsu davon profitieren, so Vawdrey bei Präsentation der Geschäftszahlen für die erste Hälfte des laufenden Fiskaljahres. Demzufolge ist der Forecast für die Bruttoumsätze im Fiskaljahr 2013 um 70 Milliarden Yen (525,4 Millionen Euro) auf umgerechnet rund 34,68 Milliarden Euro angehoben worden. Das Ziel für das operative Ergebnis sei mit 140 Milliarden Yen jedoch gleich geblieben. Die Fujitsu-Führung gab sich bei der Zahl der erwarteten Besucher in München diesmal bescheiden: War bis vor wenigen Tagen wie im Vorjahr oder im Mai in Tokio noch von 12.000 Fachbesuchern die Rede, wurde die Prognose jetzt auf 10.000 heruntergefahren.

Hans-Dieter Wysuwa, EVP für Produkte, Systeme, Technologie und Channel, verwies derweil auf 10 Jahre FlexFrame-Geschichte und auf die dreihundertste SAP-HANA-Installation. FlexFrame Orchestra sei nun voll virtualisierbar. Stolz ist Wysuwa auf das das neue Evaluierungsprogramm für die Primequest-Highend-Server, mit denen sich die Kapazitäten von In-Memory-Computing auf bis zu 12 TB erweitern lassen. Neu in der Eternus-Storage-Familie sind das Eternus DX S3 Disk System und Eternus CS8000 für Backup, Restore und Archivierung mit einer Festplattenkapazität von bis zu 15 Petabyte und einer Archivierungsgeschwindigkeit von bis zu 150 TB pro Stunde. Der Festplattenspeicher Eternus DX S3 soll mit fünffacher Leistung bis zu 90 Prozent Auslastung bringen und somit das eherne Gesetz von maximal 50 Prozent Auslastung durchbrechen. 

Rund um die Eternus-Familie hat Fujitsu am ersten Oktober das Push-Programm für die Channel-Partner gestartet. Wie der deutsche Channel-Chef Jörg Brünig im Interview mit ChannelObserver betonte, beinhaltet dies unter anderem, dass drei Consultants zu den Kunden fahren und den Partnern so Aufträge verschaffen. In einer Woche soll im Rahmen des Push-Programms auch die Registrierung für den Projektschutz anlaufen. Jeder Fachhändler sei eingeladen, sich für die den Vertrieb der Eternus- und anderer Produkte zertifizieren zu lassen. Den Ausbau der derzeit rund 1.500 Zertifizierungen sieht Brünig als einen ganz wichtigen Wachstumsmotor. Die Zusammenlegung des Mittelstand- und des Channel-Geschäfts unter seiner Führung sei nur konsequent gewesen. Dass die Regional Sales Manager als dedizierte Ansprechpartner Gesamtverantwortung für das Partner- und das Endkundengeschäft tragen, sei nicht nur für die Fachhändler und Kunden von Vorteil, sondern werteten auch die Kompetenz der 45 Vertriebsbeauftragten auf. Somit hätten sie ein besseres Standing bei Großkunden. In die Channel-Verantwortung fielen übrigens auch öffentliche und private Großkunden mit Auftragsvolumina von mehr als 100.000 PC-Systemen. Den bei unter 20 Prozent liegenden Direktvertrieb verteidigt Brünig damit, dass der Vertrieb und die Einrichtung von Mainframes nur zum kleinen Teil über den Channel abgewickelt werden könnten. 

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