19.8 C
Flensburg
Mittwoch, August 17, 2022

Eset will den Graumarkt trockenlegen

Security-Spezialist Eset geht entschieden gegen den Graumarkt vor. Über 400 zweifelhafte Angebote sind von Marktplätzen bereits verschwunden. Neuer Partnerkodex veröffentlicht.

Stefan Heitkamp, Consumer Sales Manager Team Lead DACH
Die Schäden durch den Graumarkt im Bereich Technologieprodukte beziffert die Unternehmensberatung KPMG auf rund 58 Milliarden US-Dollar weltweit. Auch Security-Hersteller Eset sei vom Graumarkt betroffen, teilte das Unternehmen mit. Dubiose Anbieter würden Eset-Lösungen mit zweifelhafter Herkunft zu Dumpingpreisen anbieten, beispielsweise auf Plattformen wie Ebay. Verbunden mit permanenten Verstößen gegen das Marken- und Urheberrecht führe dies zu einer Wettbewerbsverzerrung und zur Benachteiligung seriöser Fachhändler. Eset hätte mit ersten Maßnahmen bereits Erfolge erzielen können: Über 400 zweifelhafte Angebote und einige unseriöse Händler seien inzwischen von den Internetmarktplätzen verschwunden.

Indizien über dubiose Angebote erhielt der Hersteller durch eigene Beobachtung des Online-Handels, Hinweise von Partnern und nach Kundenanfragen zu Problemen mit ihren Produkten. Es kam heraus, dass in vielen Fällen Lizenzen verkauft wurden, die bereits aktiviert waren oder nicht für den Verkauf in der EU, des europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz bestimmt waren. Ein weiteres Problem bei Ebay & Co. seien zahlreiche Markenrechtsverletzungen gewesen. Dort tummelten sich unautorisierte Händler, die Bild- und Werbematerialien von Eset ohne Zustimmung genutzt oder verändert hätten. Auch hiergegen sei der  IT-Sicherheitshersteller juristisch vorgegangen.

Nun geht der europäische IT-Sicherheitshersteller einen Schritt weiter und veröffentlicht einen Partnerkodex für Consumer-Angebote im Online-Bereich, der Standards für die Webpräsenz von Eset-Produkten definiert. Mit dem Partnerkodex will Eset Standards für die Webpräsenz seiner Produkte etablieren – sowohl auf Webseiten wie auch auf den verschiedenen Internetmarktplätzen. Fachhändler sollen damit ein Reglement an die Hand bekommen, um Verletzungen von Marken- oder Urheberrechten zu vermeiden. «Wir wollen den Graumarkt rund um Eset-Lösungen trockenlegen und sind auf einem guten Weg. Dieser nicht autorisierte Handel mit unseren Produkten führt zu einer Wettbewerbsverzerrung und wirkt sich nachteilig für unsere Partner und Kunden aus», erklärt Stefan Heitkamp, Consumer Sales Manager Team Lead DACH.

Verwandte Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Share and Like

1,529FollowerFolgen

Neueste Artikel

Laura DuBois

N-able erweitert sein Führungsteam

Mit seinen jüngsten Neueinstellungen sichert sich N-able, Lösungspartner für IT-Dienstleister, die Erfahrung zweier branchenweit bekannten Executives.