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Dienstag, Mai 17, 2022

Ericsson tief in der Verlustzone

Die Investitionszurückhaltung der Telekomkonzerne hat dem kriselnden Netzwerkausrüster Ericsson auch im Schlussquartal 2017 zu schaffen gemacht.

Die Investitionszurückhaltung der Telekomkonzerne hat dem kriselnden Netzwerkausrüster Ericsson auch im Schlussquartal 2017 zu schaffen gemacht. Der Nettoumsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 57,2 Milliarden schwedische Kronen (5,85 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Unter dem Strich stand ein Verlust von 18,9 Milliarden Kronen. Erst Mitte Januar hatte der Konzern im Zusammenhang mit seiner neuen Unternehmensstruktur Abschreibungen in Höhe von 14,2 Milliarden schwedische Kronen angekündigt. Wegen der jüngsten Wechselkursentwicklungen stieg der Betrag nun auf 14,5 Milliarden Kronen. Ericsson hat seit geraumer Zeit Mühe, mit seinen Produkten bei den Kunden aus der Telekombranche zu landen. Netzbetreiber investierten zuletzt weniger in neue Mobilfunksendestationen. Der Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards LTE/4G ist in vielen Weltregionen fortgeschritten und die neue Technik 5G befindet sich erst in der langsamen Einführung.

Im Gesamtjahr 2017 verbuchten die Schweden unter dem Strich einen Verlust von 35,1 Milliarden Kronen. Im Vorjahr war noch ein kleiner Gewinn von 1,9 Milliarden Kronen erzielt worden. Der Umsatz fiel um rund 10 Prozent auf 201,3 Milliarden Kronen. Dabei musste Ericsson in fast allen Regionen Einbußen hinnehmen, vor allem in Asien. Lediglich das Geschäft in Nordamerika legte leicht zu. 2018 soll es aber wieder besser laufen. 2017 habe der Fokus auf der strategischen Neuausrichtung gelegen, sagte Konzernchef Börje Ekholm laut Mitteilung. Es sei das Jahr gewesen, in dem 5G sich von einer Vision zu echten Geschäftsmöglichkeiten entwickelt habe. Vor diesem Hintergrund rechnet Ekholm 2018 mit einer Trendwende. (dpa)

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