Dell: Bei Rückzieher droht Milliarden-Strafe

Ein Rückzieher bei der EMC-Übernahme könnte für Dell ganz besonders teuer werden. Die Vereinbarung sieht eine saftige Vertragsstrafe vor.

Ein Rückzieher beim bisher teuersten Übernahme-Deal in der Tech-Branche könnte für den PC-Hersteller Dell auch ganz besonders teuer werden. Die Vereinbarung mit dem Speicher Spezialisten EMC sieht für Dell unter nicht näher beschriebenen Umständen eine Vertragsstrafe von vier bis sechs Milliarden Dollar vor. Zugleich hat EMC bis knapp zwei Monate Zeit, sich konkurrierende Angebote einzuholen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Sollte eins davon angenommen werden, bekäme wiederum Dell von EMC zwei Milliarden Dollar. Ansonsten wurde die Strafe für EMC auf 2,5 Milliarden Dollar festgesetzt. Nach Informationen des Technologieblogs «Recode» dürfte es schwer werden, einen Käufer zu finden, der das 67 Milliarden Dollar schwere Dell-Angebot übertreffen will. So hätten Oracle und Hewlett Packard kein Interesse. Die Übernahme von EMC und der EMC-Tochter VMWare ist mehr als drei Mal so teuer wie der bislang größte High-Tech-Deal, als Facebook für 22 Milliarden Dollar WhatsApp schluckte.

«Recode» berichtete auch, dass Dells Partner, der Finanzinvestor Silver Lake, kurz vor Ankündigung des EMC-Deals noch vergeblich versucht habe, Interessenten für das PC-Geschäft von Dell zu finden. So seien vergangene Woche Hewlett-Packard, Huawei und der PC-Marktführer Lenovo angesprochen worden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. (dpa)

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