Dell ändert sein Distributions-Modell

Dell wird nach der Übernahme von Wyse seine VAD-Struktur ändern. Wyse arbeitet bislang mit drei, Dell mit zwei Value-Added-Distributoren zusammen. Avnet dürfte gesetzt sein.

Dell übernahm im April 2012 den Thin-Client-Spezialisten Wyse, um seine Business- und Enterprise-Sparte auszubauen. Gemeinsam wurden bereits einige Produkte, wie beispielsweise Terminal-Server oder Virtualisierungs-Lösungen, auf den Markt gebracht. Die Akquisition wird jetzt auch Auswirkungen auf die Vertriebsstruktur haben: „Wir werden Mitte des Jahres das Thema Value-Added-Distribution angehen“, kündigt Thomas Bleeker,  Channel-Chef von Dell, gegenüber ChannelObserver an. 

Wyse arbeitet mit drei Value-Added-Distributoren (VADs) zusammen: ADN, Avnet und Arrow. Dell vermarktet seine Lösung über Tim und Magirus (jetzt Avnet). Avnet dürfte als größter VAD von „Dell Wyse“ auch für die künftige Zusammenarbeit gesetzt sein. Die weitere Koooperation mit den anderen Grossisten dürfte offen sein. „Wir müssen über die VADs schlank und flächendeckend aufgestellt sein“, fordert Bleeker.

Die Partnerprogramme wurden bereits nach der Übernahme angepasst: Die Wyse-Partner wurden automatisch in das Partnerprogramm von Dell in ihr jeweiliges Level integriert. Sie können darüber hinaus auf weitere Dell-Zertifizierungen zugreifen. Umgekehrt können sich Partner von Dell über die DVS-Zertifizierungen für die Wyse-Themen autorisieren lassen. 

„Wyse-Partner befürchteten Anfangs, dass Dell ihnen Geschäfte wegnehmen könnte. Das hat sich nicht bestätigt. Kein Deal wurde von Dell übernommen. Ganz im Gegenteil, es ist ein echter Mehrwert für die Wyse-Partner“, betont Karl-Heinz Warum, Zentraleuropachef von Wyse, im Gespräch mit ChannelObserver. 

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