Chipwerte hinken dem Markt hinterher

Schlechte Branchennachrichten haben Aktien aus dem hiesigen Halbleitersektor am Mittwoch belastet.

Schlechte Branchennachrichten haben Aktien aus dem hiesigen Halbleitersektor am Mittwoch belastet. Auch europaweit waren Technologiewerte nicht gut gelitten. In Frankfurt zählten die Papiere von Infineon mit einem Minus von mehr als ein Prozent zu den schwächsten Werten im Dax. Der deutsche Leitindex hingegen gewann ein halbes Prozent.

Im Index der mittelgroßen Werte MDaxgehörten die Anteilsscheine von Siltronic und Aixtron mit Abschlägen von 0,2 beziehungsweise 1,3 Prozent zu den größten Verlierern. Dabei waren die Aktien von Aixtron am Vortag auf den höchsten Stand seit 2011 geklettert.

Zur Wochenmitte belastete unter anderem die Meldung, dass der südkoreanische Hersteller SK Hynix nach einem enttäuschenden dritten Quartal seine Investitionen 2023 um mindestens die Hälfte kürzen will. Der US-Chipkonzern Texas Instruments (TI) teilte zudem mit, dass im Verlauf des dritten Quartals die Schwäche des Geschäfts in der gesamten Industrie zugenommen hat.

Die jüngsten Unternehmensnachrichten gelten Beobachtern als Belege für die derzeitigen Probleme in dem Sektor. So sorgt die hohe Inflation für eine eingetrübte Konsumlaune, die schwer auf den Chipherstellern lastet. Asiatische Branchenkonzerne bekommen zudem Gegenwind von den Bemühungen der US-Regierung, die heimische Chipindustrie zum Beispiel über Subventionen zu stärken und den Ausbau der Produktion von hoch entwickelten Halbleitern in China zu blockieren.

Gleichwohl fällt auf, dass die Aktien von Hynix in Seoul trotz der Nachrichten ihre jüngsten Gewinne ausgebaut haben. Händler lobten die Ankündigung des Konzerns, etwas gegen die derzeitige zu hohe Produktion in der Branche zu tun.

„Die drastische Kürzung der Investitionsausgaben des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix ist eine mutige Aussage, die seine Entschlossenheit zeigt, den eskalierten Unsicherheiten zu begegnen“, sagte Hebe Chen, Analyst beim Handelshaus IG Markets. Die Produktionskürzung „könnte die Gewinnspanne des Unternehmens erhöhen, wenn die Anleger bereit sind, eine langfristige Perspektive einzunehmen“. (dpa)

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