Bericht: Avaya vor Insolvenzantrag

Einem Bericht zufolge steht Avaya kurz davor, Insolvenz (Chapter 11) anzumelden. Zudem versuche das TK-Unternehmen, seine Call-Center-Software zu verkaufen, um Schulden zu reduzieren.

TK-Spezialist Avaya stehe kurz davor, Insolvenz («Chapter 11») anzumelden, berichtet das Wall Street Journal. Chapter 11 regelt das Insolvenzverfahren für US-Unternehmen. Das Konkursverfahren wird von großen US-Gesellschaften am häufigsten angewendet. Während eines solchen Verfahrens kann ein Unternehmen seine Geschäfte unter dem temporären Schutz des Gerichts vor den Gläubigern weiter führen, sich reorganisieren und sanieren. Avaya, das im Jahr 2007 von den Investoren Silver Lake und TPG übernommen wurde, könnte sich bereits im nächsten Monat für Chapter 11 entscheiden, heißt es weiter.

Zudem versuche Avaya, seine Call-Center-Software zu verkaufen, um die Schuldenlast zu reduzieren. Zu den potenziellen Käufern gehöre auch die Investmentfirma Clayton Dubilier & Rice LLC. Der Kaufpreis könnte bei rund 4 Milliarden Dollar liegen. Allerdings gebe es keine Gewissheit, dass der Deal zustande komme und auch sei es nicht gewiss, dass Avaya sich tatsächlich für Chapter 11 entscheide, schränkt das Nachrichtenmagazin ein. Im Mai gab Avaya bekannt, dass man Goldman Sachs damit beauftragt habe, strategische finanzielle Optionen zu prüfen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im gleichen Monat berichtet, das die beiden Besitzer von Avaya versuchen würden, den UC-Spezialisten für einen Preis zwischen 6 und 10 Milliarden Dollar zu verkaufen. 

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