Ballmer-Nachfolge: „Bitte nicht Turner“

Partner sehen die Neubesetzung des Chefpostens bei Microsoft als entscheidend für die Beziehung zum Channel an. Sie hoffen, dass nicht COO Kevin Turner ausgewählt wird.

Nachdem CEO Steve Ballmer seinen Rücktritt vom Chefposten innerhalb der nächsten zwölf Monate angekündigt hat, läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren. Partner hoffen, dass es unter dem Nachfolger zu einer Channel-freundlicheren Politik kommen wird. „Es wird entscheidend sein, ob der neue CEO den Channel stärker in den Mittelpunkt stellen wird, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Ein Beispiel für die falsche Politik ist Surface. Das Tablet ist ein wichtiger Bestandteil einer Mobility-Strategie und der Handel wurde größtenteils ausgeschlossen“, zitiert der US-Branchendienst crn.com Douglas Grosfield vom Microsoft-Partner Xylotek. Grosfield zufolge ist der Zeitpunkt für eine Wachablösung gekommen. 

Auch David Powell vom US-Händler TekLinks sieht den Sachverhalt ähnlich: „Es ist sehr wichtig, dass der neue Chef eine Händler-freundliche Strategie betreiben wird. Jemand wie beispielsweise COO Kevin Turner, der kein großer Fan vom Channel ist, wäre ungeeignet.“ Die wichtigste Aufgabe für den Nachfolger sei es, eine Vision für die Device- und Service-Ära zu finden, wie Microsoft diesen Zeitabschnitt selber bezeichnet. 

Alan Weinberger, CEO von ASC II Group, einer Vereinigung von Systemhäusern, bricht eine Lanze für den scheidenden Ballmer: „Ich denke, dass er eine bessere Führungspersönlichkeit war, als die meisten Leute denken. Er hat immerhin Windows XP, Windows 7 und die Xbox auf den Weg gebracht und Microsoft in die Cloud geführt“, so Weinberger.

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