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Donnerstag, Dezember 1, 2022
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43.000 offene Stellen für IT-Experten

In Deutschland gibt es derzeit rund 43.000 offene Stellen für IT-Experten. Damit ist die Zahl der freien IT-Jobs im Vergleich zum Vorjahr um 5.000 angestiegen.

BITKOM-Studie
43.000 offene Stellen entsprechen einem Zuwachs um 13 Prozent. Innerhalb von drei Jahren hat sich damit die Zahl der unbesetzten Stellen um 23.000 mehr als verdoppelt. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, die der Branchenverband BITKOM heute vorgestellt hat. Bei der repräsentativen Umfrage wurden mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt. „Der Bedarf an IT-Fachkräften ist erneut kräftig gestiegen“, betont BITKOM-Präsident Dieter Kempf. „Die etwas eingetrübten Wachstumsaussichten der Gesamtwirtschaft haben noch keine Auswirkungen auf den IT-Arbeitsmarkt.“ Nach Einschätzung der befragten Unternehmen bleibt der Fachkräftemangel ein gravierendes Problem. Jedes zweite Unternehmen gibt an, dass ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Jedes zweite Unternehmen befürchtet, dass sich in Zukunft der Fachkräftemangel weiter verschärft. Nur acht Prozent der Unternehmen meinen, dass der Fachkräftemangel künftig eine geringere Rolle spielen wird.

Rund 18.000 der unbesetzten Stellen gibt es in der ITK-Branche selbst, 15.000 davon bei den Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen. Weitere 2.400 IT-Experten werden von Hardwareherstellern und Produzenten von Unterhaltungselektronik gesucht, 600 von Anbietern von TK-Dienstleistungen. Diese Verteilung spiegelt sich auch in den gesuchten Qualifikationsprofilen wieder: Drei Viertel der ITK-Unternehmen, die freie Stellen haben, suchen Softwareentwickler. Mit deutlichem Abstand folgen IT-Berater (24 Prozent), Marketing- und Vertriebsspezialisten (23 Prozent), Anwendungsbetreuer und Administratoren (20 Prozent). 

Erstmals wurde in der Umfrage untersucht, für welche Aufgabenbereiche die IT-Spezialisten benötigt werden. Ganz oben stehen mit 31 Prozent betriebswirtschaftliche Anwendungen. Dicht dahinter folgen IT-Sicherheit mit 28 Prozent und Cloud Computing mit 27 Prozent. Ebenfalls eine kräftige Nachfrage gibt es bei den Themen Social Media mit 13 Prozent sowie Programmierung von mobilen Webseiten und Apps mit 12 Prozent. Der Boom bei Tablets und die Absatzrekorde bei Smartphones schlagen hier unmittelbar auf den Arbeitsmarkt durch.

Die Gehälter in der ITK-Branche sind im Branchenvergleich außerordentlich gut, wie eine Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamtes zeigt. Im Jahr 2011 erhielten Vollzeitbeschäftigte in der ITK-Wirtschaft ein Bruttojahresgehalt von durchschnittlich rund 59.000 Euro. Damit liegt die Hightech-Branche rund 5.000 Euro vor dem Fahrzeugbau, 6.000 Euro vor der chemischen Industrie und sogar etwa 8.000 Euro vor dem Maschinenbau. Nur in der Energieversorgung, die allerdings anders als die mittelständisch geprägte ITK-Branche von großen Konzernen dominiert wird, wird mit 60.850 Euro etwas mehr gezahlt.

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