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Montag, September 26, 2022

Aktienrückkauf sorgt bei Rocket Internet für Erholung

Ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm sowie Spekulationen über einen Beteiligungsverkauf haben am Montag die Aktien von Rocket Internet hochgetrieben.

Aktienrückkauf sorgt bei Rocket Internet für Erholung
Ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm sowie Spekulationen über einen Beteiligungsverkauf haben am Montag die Aktien von Rocket Internet hochgetrieben. Sie setzten sich gegen Mittag mit plus 6,84 Prozent auf 17,805 Euro an die Spitze des SDax, der zugleich um etwas mehr als 1 Prozent zugelegte. Wie die Beteiligungsgesellschaft an Start-up-Unternehmen zu Wochenbeginn mitteilte, sollen eigene Aktien im Wert bis zu 100 Millionen Euro und damit maximal 3,03 Prozent des Grundkapitals zurückgekauft und eingezogen werden. Zudem erfuhr Sky News eigenen Angaben zufolge aus informierten Quellen, dass Rocket und die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik voraussichtlich noch an diesem Montag den Verkauf des Beauty Boxen-Anbieters namens Glossybox an den britischen Online-Versandhändler The Hut Group bekannt geben wollen. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Am Markt bezog man sich vor allem auf den Aktienrückkauf als Kurstreiber: Ein Händler verwies darauf, dass durch den Börsengang des Online-Essenslieferanten Delivery Hero und den Verkauf von Lazada der Barmittelbestand von Rocket jüngst stark gestiegen sei. Dadurch sei der nun bekannt gegebene Aktienrückkauf immer wahrscheinlicher geworden. Ein weiterer Händler nannte den Aktienrückkauf ebenfalls klar positiv, da er dem Aktienkurs von Rocket neuen Auftrieb geben dürfte. Er sollte für eine Erholung des in den vergangenen Wochen und Monaten gebeutelten Rocket-Kurses sorgen. Denn nachdem die Ankündigung des knapp milliardenschweren Börsengangs von Delivery Hero zunächst Gewinne gebracht und den Rocket Kurs über 22 Euro hatte steigen lassen, hatte dann die Talfahrt der Rocket-Aktien eingesetzt.

Neben Enttäuschungen bei Delivery Hero gab es vor allem einen weiteren Auslöser für für die Kursverluste: Der Kochboxen-Anbieter Blue Apron in den USA hatte negative Signale für das geplante IPO des zu Rocket gehörenden Pendants HelloFresh gesendet. Die zu 10 US-Dollar ausgegebenen Blue-Apron-Aktien sind seit dem IPO Ende Juni bis dato um knapp 50 Prozent gefallen. Das verschreckte so manchen Investor von Rocket, der nun für HelloFresh nichts Gutes ahnt. Die Rocket-Papiere gerieten dementsprechend unter Druck. (dpa)

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