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Donnerstag, Dezember 1, 2022
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So beurteilt ein Apple-Händler die WWDC-Keynote

Die WWDC-Keynote von Apple wurde kontrovers diskutiert. Ein großer Apple Premium-Reseller beurteilt die Neuvorstellungen des Herstellers.

Ein Kommentar von Martin Willmann, Geschäftsführer mStore
Martin Willmann, Geschäftsführer von mStore, einem der größten Apple Premium Reseller in Deutschland, beurteilt die WWDC Keynote und die Neuvorstellungen des Herstellers:

„Wenn man die Berichte in den letzten Wochen und Monaten aufmerksam verfolgt hat, dann konnte man spüren, dass von Apple viel erwartet wurde und wird. Die von der Firma vorgestellten Innovationen sind es, was sie vorantreibt. Es wurde befürchtet, dass diese Innovationen ohne einen Menschen wie Steve Jobs ausbleiben werden. 

Apple hat jetzt gemacht, was es immer macht: Seinen Kunden zugehört und dabei gelernt. Apple hat dadurch erfahren, dass die Bedienung von anderen Smartphones „besser“ sein sollte und dass die User-Führung outdated sein muss. iOS 7 wird ein komplett neues User-Interface haben mit revolutionären neuen Bedienungsmöglichkeiten und Funktionen.  Der Hersteller hat auch erkannt, dass die User noch mehr Nähe von iOS und MacOS haben möchten und stellt mit Mavericks ein System vor, dass die Integration von iPhone, iPad und den Rechner wesentlich dichter zusammenbringt. AirDrop wird die Anwender begeistern. Nie war es ohne weitere Einstellungen vorzunehmen so einfach, Dinge auszutauschen. Der Hersteller hat verstanden, dass die Pros unter unseren Kunden Angst haben, auf das falsche Pferd, sprich Rechner, zu setzen. Mit dem Ausblick auf den neuen Mac Pro hat Apple heute sehr deutlich gemacht, dass die Professionals nicht vergessen werden, sondern Ihnen mit Hilfe des neuen Pros ein Werkzeug an die Hand gegeben wird, dass sie in die Zukunft katapultieren kann. Außerdem wird eine stetige Entwicklung erwartet. Deshalb liefert der Hersteller mit den neuen MacBook Airs die ersten Rechner aus, die mit dem brandneuen Intel-Chip laufen. 

Apple wird ebenfalls erfahren haben, dass Tim Cook oft als zu trocken empfunden wird und hat deshalb neben Phil Schiller nun mit Craig Federighi jemanden auf die Bühne gerufen, bei dem man den Enthusiasmus wirklich spürt und der sich auch mal wieder traut, einen Witz zu machen. Menschen stellen ihren Radiosender gerne selber zusammen. Deswegen sind Produkte wie Spotify oder Pandorra sehr erfolgreich. Es war daher naheliegend, mit iTunes Radio einen eigenen Streaming-Dienst zu integrieren und damit die Käufer sehr viel dichter an den iTunes Store zu binden, als dies mit der App eines Marktbegleiters der Fall sein kann.

Alles in allem war es eine beeindruckende Keynote. Vielleicht nicht voller Revolutionen, aber auf jeden Fall mit einer Menge Evolutionen und Highlights in großer Bandbreite. Wobei sich mindestens eine kleine Revolution im wahrsten Sinne des Wortes „unter der Haube versteckt“. Denn Apple hat es geschafft, eine beeindruckende Anzahl an weltweit führenden Autoherstellern anscheinend zu einer standardisierten Auto-Unterhaltung zusammen zu führen. Wird es die Analysten zufrieden stellen? Sicherlich nicht. Aber viel wichtiger ist: es wird dem Anwender gefallen, es hat neue Zeichen gesetzt, es hat Investitionssicherheit geliefert.“

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