Nagarro wächst weiter kräftig

Der IT-Dienstleister Nagarro hat die vor wenigen Tagen erhöhte Umsatzprognose am Freitag mit deutlichen Wachstumsraten im dritten Quartal untermauert.

Der IT-Dienstleister Nagarro hat die vor wenigen Tagen erhöhte Umsatzprognose am Freitag mit deutlichen Wachstumsraten im dritten Quartal untermauert. Dank einer starken Nachfrage sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel auf 141 Millionen Euro gestiegen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Freitag in Kronberg im Taunus mit. In Summe betrug der Umsatz nach neun Monaten 384 Millionen Euro. Sofern das vierte Quartal so stark ausfällt wie das dritte, dürfte Nagarro das erst zur Wochenmitte angehobene Jahresziel von 525 Millionen Euro erreichen. An der Börse kamen die Nachrichten gut an.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie vor Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) blieben im dritten Quartal 21,7 Millionen Euro hängen und damit gut sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Gemessen am Umsatz waren dies anteilig allerdings weniger als ein Jahr zuvor. Damals hatte Nagarro seinen Angestellten die Löhne wegen der Pandemie gekürzt. Im Gesamtjahr sollen 14 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn übrig bleiben und damit prozentual weniger als 2020. Der Grund sind höhere Kosten und Löhne. Unter dem Strich blieben nach neun Monaten mit 21,7 Millionen Euro rund elf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Anleger ließen sich davon nicht beirren. Der Aktienkurs stieg am Morgen zeitweise um fünf Prozent. Zuletzt lag er noch mit 0,59 Prozent im Plus bei 170,50 Euro. Damit fehlte aber noch ein Stück bis zum Rekordhoch von Anfang November, als die Aktie zu 183,50 Euro gehandelt worden war. Jefferies-Analyst Martin Comtesse lobte das beschleunigte Umsatzwachstum und nannte die Entwicklung der Marge „ermutigend“.

Nagarro war Ende 2020 als eine Abspaltung des IT-Unternehmens Allgeier an die Börse gegangen. Im Juni stieg das Unternehmen in den SDax auf, was dem Kurs zusätzlichen Schwung gab. Der Kurs hat sich seit dem Start an der Börse in etwa verzweieinhalbfacht. (dpa)

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