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Mittwoch, Mai 25, 2022

Krämer IT: «Jeder Dienst als Managed Service möglich»

Krämer IT hat seine Managed-Services-Lösung Server-Eye weiter ausgebaut. Michael Krämer gibt Tipps, wie Systemhäuser hohe und wiederkehrende Erlöse mit Managed Services erzielen.

Ein klassisches Systemhaus verkauft Hard- und Software und erbringt dazu passende Dienstleistungen. «Wir verdienen dann  also nur Geld, wenn das Telefon klingelt», betont Michael Krämer, Geschäftsführer von Krämer IT. Das Systemhaus beschäftigt mittlerweile 65 Mitarbeiter und gehört zu den größten IT-Dienstleistern im Saarland. «Künftig werden wir immer mehr Erlöse über die Cloud und Services generieren», ist Krämer überzeugt. Als Beispiel für ein Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten mit Managed Services sein Geld verdient, führt Krämer die Datev an. Mit «Server-Eye» bietet das Systemhaus mittlerweile eine eigene Managed-Services-Lösungen für IT-Monitoring an. Dazu gehören noch Managed Antivirus, Patch Management und Fernwartung. Dafür wurden bereits im Dezember 2015 Kooperationsverträge mit Baramundi Software und dem AV-Spezialisten Avira geschlossen. Die Lösungen sind komplett in die Server-Eye-Oberfläche integriert und können zentral durch das Systemhaus für die jeweiligen Kunden verwaltet werden. Zudem haben Krämer IT und der E-Mail-Spezialist Reddoxx jetzt gemeinsam ein Tool zum Schutz vor Krypto-Trojanern entwickelt. Die Software Anti-Ransom setzt auf die Windows-eigene Dateiausführungsverhinderung auf und bietet ein übersichtliches Interface, das auch von IT-Laien leicht zu bedienen sein soll. Anti-Ransom lässt sich direkt in die Monitoring-Lösung Server-Eye integrieren.

«Das ist der Einstieg in Managed Services. Dazu können weitere Dienstleistungen wie beispielsweise Vor-Ort-Service angeboten werden», führt Krämer aus. Auch eine Hotline, bei der ein Kunde für 30 Minuten monatlich eine Beratungsleistung abrufen kann, sei eine weitere Option. «So können sukzessive monatliche Einnahmen generiert werden, die deutlich über den Preisen für die verkaufte Hardware liegen», sagt der Systemhaus-Chef. Dabei setzt sich Krämer dafür ein, dass Systemhäuser «Blockaden» überwinden und sich nicht von Bedenken vom Einstieg in das Geschäft mit Managed Services abhalten lassen. «Sie müssen ihre individuellen Managed Services an ihr Leistungsportfolio anpassen. Fast jeder Dienst kann als Managed Service angeboten werden», empfiehlt Krämer. «Managed Services stehen für langfristige Kundenbeziehungen und wiederkehrende Umsätze.» Viele kleine Beträge für verschiedene Managed Services könnten zu einer monatlich stattlichen Summe führen, rechnet Krämer vor. 

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