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Sonntag, August 7, 2022

Ingram Micro legt Distributionszentren zusammen

Der Broadliner will offenbar den Standort der übernommenen Brightpoint in Trier auflösen. 60 Arbeitsplätze sollen nach Straubing verlagert werden. Gespräche mit dem Betriebsrat laufen.

„Faire Übereinkunft mit dem Betriebsrat“, Patrick Stahl, Ingram Micro
Im Oktober 2012 hatte Ingram Micro die Akquisition von BrightPoint abgeschlossen. Im Integrationsprozess wurde im Februar 2013 die Marke „BrightPoint“ in „Ingram Micro Mobility“ geändert. Alle bisherigen BrightPoint Produkte firmieren seitdem unter dieser neuen Marke. Jetzt „erwägt“ der Distributor, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „die beiden Standorte der Distributionszentren in Straubing und Trier ab 2014 in Straubing zu konzentrieren.“ 60 Arbeitsplätzen in der Logistik würden von Trier nach Straubing verlagert. In Straubing sind für Ingram Micro insgesamt rund 540 Mitarbeiter, in Trier für die BrightPoint Germany GmbH insgesamt rund 120 Mitarbeiter tätig.

Das kommerzielle Team soll weiter von Trier aus tätig sein. Es werde geprüft, inwiefern Anpassungen im Verwaltungsbereich notwendig seien. Der Betrieb von zwei größeren Logistik-Zentren in Deutschland sei für Ingram Micro nicht kosteneffizient. Daher werde nun erwogen, sich auf den deutlich größeren Standort in Straubing zu fokussieren. Die Unternehmensleitung werde mit dem Betriebsrat, der heute zu den Überlegungen informiert worden sei, die Gespräche aufnehmen. 

„Unser Ziel ist es, eine für die betroffenen Mitarbeiter faire Übereinkunft mit dem Betriebsrat zu erreichen. Daher gibt es hierzu in den kommenden Wochen intensive Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung“, so Ingram-Personalchef Patrick Stahl. „Uns ist bewusst, dass die Überlegungen einer Verlagerung für die in Trier tätigen Kollegen aus der Logistik keine guten Nachrichten sind, obwohl wir beabsichtigen, ihnen einen Arbeitsplatz in Straubing anzubieten. Aber Ingram Micro bleibt mit der akquirierten BrightPoint nur dann ein erfolgreicher Marktteilnehmer in Deutschland, wenn das Unternehmen  auf der Kostenseite wettbewerbsfähig bleibt“, so Stahl weiter.

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