Distributor BHS Binkert muss Betrieb einstellen

Keine Hoffnung mehr für Distributor BHS Binkert: Das Unternehmen wird abgewickelt. Der Großteil der Mitarbeiter wurde bereits freigestellt.

Spezialdistributor BHS Binkert musste im November 2013 Insolvenz anmelden. Das Verfahren wurde am ersten Januar 2014 eröffnet. Der Insolvenzverwalter, Philipp Grub von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, versuchte noch, das Unternehmen zu sanieren. Doch die Maßnahmen sind gescheitert. Die Firma muss abgewickelt werden. „Die Stilllegung wurde eingeleitet. Wir haben bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens festgestellt, dass eine Fortführung des Unternehmens in der heutigen Form nicht möglich ist“, betont Boris Sakowski vom Büro des Insolvenzverwalters gegenüber ChannelObserver. Derzeit würden noch die vorhandenen Waren abverkauft. Der Großteil der Mitarbeiter wurde bereits zum ersten Januar freigestellt. „Mit einem kleinen Team wird der Rest der Firma bis voraussichtlich Ende Februar abgewickelt“, so Sakowski weiter. Als einen Grund für die Pleite sieht der Rechtsanwalt den „starken Konkurrenzdruck in der Branche“. Derzeit verhandle man noch mit einem Interessenten, der an der Binkert-Eigenmarke „R.O.GNT“ interessiert sei. Das Produktportfolio umfasst unter anderem Lautsprecher, Kopfhörer und Smartphone-Zubehör. 

Für das Jahr 2011 meldete BHS Binkert noch einen Rekordumsatz von 116 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Grossist einen Fokus auf den Bereich Eigenmarken. „Nach unseren Planungen soll dieser Bereich in den nächsten zwei Jahren einen sehr großen Anteil unseres Geschäfts ausmachen“, so Geschäftsführer Michael Binkert damals. Zuletzt war der Grossist mit einer größeren Standfläche im Fachhandelszentrum Planet Reseller auf der CeBIT präsent. 1994 startete BHS Binkert mit dem Vertrieb von Scannern und entwickelte sich schnell zum größten Distributor des Herstellers Microtek in Deutschland. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Firma auf den Bereich der Digitalfotografie. BHS Binkert beschäftigte im vergangenen Jahr rund 65 Mitarbeiter.

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