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Montag, September 26, 2022

Devil und COS müssen Insolvenz anmelden

Der Braunschweiger Distributor muss Insolvenz anmelden. Die Mitarbeiter wurden in einer Betriebsversammlung informiert. Auch COS betroffen.

Devil-CEO Grotjahn muss Insolvenz anmelden
Die Devil AG muss einen Insolvenzantrag stellen. „Die Belastungen aus der Vergangenheit haben sich als nicht mehr tragbar erwiesen“, so der Grossist in einer Pressemitteilung. Deshalb werde das Unternehmen noch in dieser Woche beim Amtsgericht Braunschweig einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Gleiches gelte für die COS Handels GmbH, der Tochtergesellschaft von Devil. Für einen Ausbau der bisherigen Aktivitäten auf neuer Basis seien „die Gespräche mit Investoren bereits vorangeschritten“, so das Unternehmen weiter. Die Mitarbeiter seien im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Pläne informiert worden. 

In den letzten Tagen hatte sich die Krise um Devil und COS verschärft: Seit vergangenem Freitag tätigten die Firmen keine Einkäufe mehr und nahmen auch keine Bestellungen mehr an. Devil hätte damit auf die heruntergefahrenen Limite der Kreditversicherer reagiert (ChannelObserver berichtete). Nach der Insolvenz der mittlerweile von der Wortmann AG übernommenen b.com folgen jetzt mit Devil und COS zwei weitere Distributoren. Über die Gründe der Insolvenz wird in der Branche diskutiert: So soll Devil noch Außenstände bei der b.com gehabt haben. Aber auch der Medienbericht im Nachrichtenmagazin Focus über das Umsatzsteuerkarrussel in der IT-Branche könnte das Vertrauen der Lieferanten erschüttert haben. Der Focus berichtete, dass Devil in den Augen der Ermittler als „eines der zentralen Elemente“ gelte. 

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