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Sonntag, Juli 3, 2022

Börsen-Crash: IT-Händler befürchten schrumpfende IT-Budgets

Weltweit brechen die Aktienkurse ein. IT-Händler gehen jetzt von negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft aus. Firmen würden bei den IT-Ausgaben künftig sparen, so die Befürchtung.

Börsen-Crash: IT-Händler befürchten schrumpfende IT-Budgets
Der weltweite Kursrutsch an den Börsen hat scheinbar jetzt schon Auswirkungen auf die IT-Branche. «Wir werden künftig wohl den Gürtel enger schnallen müssen», betont der CEO eines großen US-Systemhauses, wie das berichtet. Händler befürchten, dass Unternehmen aller Größen nach dem Absturz der Börsen ihre IT-Ausgaben einfrieren werden. «Der Börsen-Crash hat natürlich Auswirkungen auf unsere Branche. Vor sechs Monaten liefen die Geschäfte noch prächtig. Jetzt fühlt es sich an, als ob man von einem Mack Truck gerammt wurde.» Auch Bob Keblusek, CTO von Sentinel Technologies, bestätigt, dass die derzeitige Finanzkrise «natürlich» einen negativen Einfluss auf die Geschäfte seiner Firma haben könnte. «Wir hatten eine ganze Zeit einen guten Geschäftsausblick. Das wird sich jetzt wohl ändern», so Keblusek.

Die Angst vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft hatte in den vergangenen Tagen weltweit die Börsen erschüttert. Der DAX stürzte am Montag um sieben Prozent auf ein neues Jahrestief von 9.338 Punkten. Der rasante Börseneinbruch erinnert Finanzexperten bereits an den Crash der Jahre 2008/2009. Am heutigen Dienstag hat der DAX zwar zu einer Erholung angesetzt, am Mittag liegt der Index bei 9.947 Punkten, von echter Entspannung kann aber noch keine Rede sein. «Wir sehen zwar auch Käufe, aber auch größere Verkaufsorder», meldet Carsten Schröder von der Commerzbank. «In China ging es heute ja auch weiter bergab.» Die Börsen-Talfahrt könnte auch zu einer größeren Anzahl an Firmenübernahmen führen, mutmaßt Keblusek. «Einige Value Added Reseller könnten mehr Probleme bekommen und zu Übernahmezielen werden», so der CTO. Der CEO eines weiteren Systemhauses, der anonym bleiben möchte, ergänzt: «Bei der derzeitigen Marktposition sind wir wachsam. Wir könnten sowohl als Käufer als auch als Verkäufer auftreten.»

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