Anklage gegen Systemhaus-Chefs

Vor fünf Jahren wechselte fast die gesamte Belegschaft von Comparex Schweiz zu Bison. Jetzt wird Anklage gegen zwei Systemhaus-Chefs erhoben. Unlauterer Wettbewerb, so ein Vorwurf.

Vor fünf Jahren kam es beim Systemhaus Bison zu einem Putsch gegen die Konzernleitung des damals in die Krise geratenen deutschen PC-Ware-Konzerns. Dieser hielt die Mehrheit an Comparex Schweiz, Bison war Minderheitsaktionär. Die gesamte Geschäftsleitung von Comparex Schweiz um Oliver Schalch erklärte damals ihren Rücktritt, auch fast die gesamte Belegschaft der Firma reichte die Kündigung ein. Bison-Chef Rudolf Fehlmann bot der gesamten Mannschaft eine neue Stelle an. Comparex soll im Zuge dieses Vorgangs nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch einen wichtigen Kunden an Bison verloren haben und reichte Klage ein.

Heute, mehr als fünf Jahre später, hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern die Untersuchungen abgeschlossen und wirft zwei Managern vor, bei Comparex mit unlauteren Methoden Personal abgeworben zu haben. Dabei soll es sich um Fehlmann, bis vor kurzem CEO von Bison, und Schalch, damals Chef von Comparex Schweiz und heute CEO von Bison IT Services, handeln, wie inside-channels berichtet. Die Anklage lautet auf ungetreuer Geschäftsbesorgung, Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses und unlauteren Wettbewerb. Gegen drei weitere Personen seien die Strafuntersuchungen eingestellt worden. Diesen Personen konnte kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden, heisst es. Noch nicht ganz abgeschlossen seien die Verfahren gegen vier weitere ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung von Comparex.

 

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