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Samstag, Juli 20, 2024

Aktie: Bechtle auf Oktober-Tief nach Abstufung

Eine kritische Studie der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas zum Umsatzwachstum von Bechtle hat das Papier des IT-Dienstleisters am Montag bei unter 41 Euro auf den tiefsten Stand seit Oktober zurückgeworfen.

Eine kritische Studie der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas zum Umsatzwachstum von Bechtle hat das Papier des IT-Dienstleisters am Montag bei unter 41 Euro auf den tiefsten Stand seit Oktober zurückgeworfen. Zuletzt verlor es 7,1 Prozent auf 40,82 Euro.

Derweil erreichten die Papiere des IT-Dienstleisters Cancom nach Ankündigung von Aktienrückkäufen zeitweise bei 33,40 Euro hauchdünn den höchsten Stand seit März 2023. Seit Jahresbeginn liegen die Papiere des SDax-Unternehmens mit knapp 10,5 Prozent im Plus, während Bechtle 10 Prozent eingebüßt haben.

Analyst Martin Jungfleisch erwartet von dem im MDax notierten IT-Dienstleister Bechtle nur noch „Wachstum in Zeitlupe“. Er strich daher sein neutrales Anlageurteil und bewertet die Aktie bei einem von 48 auf 38 Euro gekappten Kursziel mit „Underperform“.

Zum einen, so schrieb Jungfleisch, dürften die wichtigsten Märkte Bechtles unter der Konjunktur leiden. „Ein schwaches gesamtwirtschaftliches Umfeld wird wahrscheinlich die von kleinen und mittelgroßen Unternehmen getriebene Nachfrage beeinträchtigen“, erwartet er. Dabei verwies der Analyst auf die Mittelstands-Statistik der deutschen Förderbank KfW, die ihm zufolge stark mit Bechtles Organisationswachstum korreliert. Der KfW-Indikator weise nicht nur darauf hin, dass sich die Trends nicht verbesserten, sondern dass sie sich sogar abschwächten, schrieb er. Entsprechend dürften die Ausgaben dieser für Bechtle sehr wichtigen Kundengruppe schwach bleiben.

„Darüber hinaus erwarten wir, dass die Ausgaben des deutschen öffentlichen Sektors schwach bleiben, während das französische Geschäft, das elf Prozent des Umsatzes ausmacht, angesichts der politischen Turbulenzen nach den EU-Wahlen ebenfalls vor Herausforderungen steht.“

Zum anderen verlaufe die Umstellung auf Windows 11 schleppend, gab Jungfleisch als weiteren Aspekt zu Bedenken. Der Rückenwind aus diesem Bereich dürfte entsprechend weniger ausgeprägt sein als erhofft, was zusätzlich ins Kontor schlage. Schließlich ende der Support für Windows 10 erst im Oktober des kommenden Jahres, weshalb sich der Upgrade-Zyklus erst 2025 beschleunigen dürfte. Diese Annahme wird seinen Worten nach durch Daten untermauert, die zeigten, dass die Einführung von Windows 11 seit der zweiten Jahreshälfte 2023 stagniere. (dpa)

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